Aufsatz in einer Zeitschrift 
»Alter Jude, Ton, glasiert« : Spuren des Jüdischen im Österreichischen Museum für Volkskunde
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Margot Schindler,» Alter Jude, Ton, glasiert<<

überdies»> in eifriger Propaganda«< noch zusätzliche» munifizente Gönnerzu gewinnen<< ³. Auf diese Weise erscheint Trebitsch 1913 im Verzeichnisder Stifter und bereits 1914 wird er in den illustren Ausschussrat beru-fen, obwohl er kein hohes akademisches Amt bekleidete, kein Vertreterder hohen Beamtenschaft oder des Adels war, wie die meisten ande-ren Vorstands- und Ausschussmitglieder dieser Zeit. Man könnte diesin sachlicher Auslegung auch als eine eingekaufte Ehre interpretieren,denn, folgt man der unlängst in einem ausführlichen Aufsatz dargelegtenArgumentation des Sprachwissenschaftlers und Baskologen BernhardHurch, zieht dieser die fachlichen Qualifikationen des promoviertenEthnologen Rudolf Trebitsch stark in Zweifel.4 Michael Haberlandt er-wähnt Trebitsch in den Jahresberichten der Zeitschrift jedoch mit gro-Ber Dankbarkeit.

Nach dem Suizid Rudolf Trebitschs knapp vor dem Ende des Krie-ges 1918, übergab dessen Vater, der Fabrikant Oskar Trebitsch im Sinnedes Sohnes ein bedeutendes Legat von 80.000 Kronen an das Museum,das im Zuge der großen Inflation nach dem Ersten Weltkrieg allerdingsseinen Wert verlor. Im Juni 1920 wurde eine von der Familie Trebitschgewidmete Gedenktafel aus Bronze im Museumshof enthüllt, und in derGedenkrede verfügte der Museumsdirektor, dass die baskische Samm-lung» für immerwährende Zeiten den Namen Dr. Rudolf Trebitsch-Sammlung führen<< werde.5

Kommerzialrat Oskar Trebitsch spendete dem Museum, wohl imGedenken an seinen Sohn, bis 1934 auch weiterhin Jahr für Jahr namhaf-te Summen. Doch ungeachtet dessen, was das Museum seinem FördererTrebitsch zu verdanken hatte, verhielt man sich im Museum nicht erstaber besonders ab 1938 systemkonform. Die Gedenktafel wurde entferntund mit der lapidaren Eintragung im Herkunftsakt» 1940 ausgeschie-den, Metallspende« an die entsprechende Stelle abgegeben.

Heute erfährt die Sammlung Trebitsch, die nicht nur das baskischeMaterial umfasst, sondern auch die Objekte aus anderen Sammelregio-nen sowie handschriftliche Notizen und über eintausend Photographien,

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Jahresbericht des Vereines für österreichische Volkskunde für das Jahr 1915, S. 2.Bernhard Hurch: Zum Verständnis und Unverständnis von Rudolf Trebitsch. DerBeitrag eines Ethnologen zur Baskologie. In: Österreichische Zeitschrift für Volks-kunde LXIII/ 112, 2009, S. 5-70, hier S. 25.

36. Jahresbericht des Vereines und Museums für Volkskunde für das Jahr 1920. In:Wiener Zeitschrift für Volkskunde 27, 1921, S. 5.

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