Hamburg, Wien, JerusalemMax Grunwald und die Entwicklungder jüdischen Volkskunde zurKulturwissenschaft 1898 bis 1938
Christoph Daxelmüller
Eine Biographie in Stichworten
Max Meïr Grunwald wurde am 10. Oktober 1871 in Hindenburg( Ober-schlesien; heute: Žabrže) als Sohn von Abraham Grunwald geboren.' AlsMitglied und Mitarbeiter der» Schlesischen Gesellschaft für Volkskunde<<kam er mit seinem späteren Breslauer Lehrer, dem Germanisten Fried-rich Vogt, in Verbindung.² Er studierte am Jüdisch- Theologischen Semi-nar Fraenckelscher Stiftung in Breslau³ sowie an der Universität Breslauund erarbeitete u.a. für die epochale, zwischen 1853 und 1875 erstmalserschienene 11- bändige Gesamtdarstellung der jüdischen Geschichte desHistorikers Heinrich Graetz( 1817-1891) das Stichwortverzeichnis. An
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Max Grunwald: Ein Kapitel aus meiner Autobiographie: Die Gründung der ers-ten jüdischen Volkskunde- Gesellschaft. Aus dem Jiddischen übersetzt, erläutert undkommentiert von Christoph Daxelmüller. In: Bayerische Blätter für VolkskundeN.F. 5, 1, 2003, S. 3-14; ders.: Kapitlekh fun an Oytobiografiye. In: YIVO Bleter 36,1952, S. 241-251( jiddisch); s. u.a. Christoph Daxelmüller: Hundert Jahre jüdischeVolkskunde Dr. Max( Meir) Grunwald und die» Gesellschaft für jüdische Volks-kunde«. In: Aschkenas. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 9, 1999, 1,S. 133-143.
Brigitte Bönisch- Brednich: Volkskundliche Forschung in Schlesien. Eine Wissen-schaftsgeschichte(= Schriftenreihe der Kommission für deutsche und osteuropäischeVolkskunde in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V., 68). Marburg 1994.Die Studie enthält weder Material zu Grunwald noch zur jüdischen Volkskunde.Guido Kisch( Hg.): Das Breslauer Seminar. Jüdisch- Theologisches Seminar( Fraen-ckelscher Stiftung) in Breslau 1854-1938. Gedächtnisschrift. Tübingen 1963; MaxGrunwald: Das Breslauer Seminar. Ein Kapitel aus einer Selbstbiographie. In: Ebd.,S. 309-316.