Jahresbericht des Vereins unddes Österreichischen Museumsfür Volkskunde 2009
Einführung
Zum Stand der Diskussionen um die mögliche Fusionierung von Volks-kundemuseum und Völkerkundemuseum: Im Auftrag der Museums-sektion des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur( bm: ukk) arbeiteten von Jänner bis Juni 2009 verschiedene Arbeits-gruppen, zusammengesetzt aus MitarbeiterInnen des Volkskundemuse-ums, des Völkerkundemuseums und des bm: ukk, an einem» Konzeptzur Verschmelzung des Österreichischen Museums für Volkskunde unddes Museums für Völkerkunde«<, das im Juni 2009 vorlag. Der Prozessruhte daraufhin nahezu ein halbes Jahr, bis im November 2009 auf-grund von Vorgesprächen der Direktion des Volkskundemuseums mitden Kultursprecherinnen der im Parlament vertretenen Parteien durchden Kulturausschuss im Parlament Bewegung in die Sache kam. Bun-desministerin Claudia Schmid äußerte sich auf Anfrage äußerst positivüber das vorliegende Konzept, jedoch eher zurückhaltend zum Fusions-prozess als solchem und zu dessen Grundlagen für die Governance desgeplanten neuen Museums.
In Folge dieser Sitzung im Parlament erschienen etliche Pressebe-richte in maßgeblichen Printmedien, die die Pläne öffentlich machtenund dadurch einen gewissen Druck in Richtung einer Entscheidung inabsehbarer Zeit erzeugten. Die Ministerin kündigte für den Beginn desJahres 2010 die Bekanntgabe eines Masterplans für die anstehendenGroßprojekte der Bundesmuseen an. Dieser wurde im Februar 2010 beieinem weiteren Kulturausschusstermin in groben Zügen bekanntgege-ben. Demgemäß sollten drei Projekte mit einem Gesamtvolumen von51,5 Mill. Euro in den kommenden beiden Jahren prioritär behandeltwerden: die Wiedereröffnung der Kunstkammer des KunsthistorischenMuseums, die Renovierung des im Einflussbereich des Belvederes ste-henden 20er Hauses samt Errichtung eines modernen Zubaus, sowie die