Aufsatz in einer Zeitschrift 
Das Museum im Schloss Trautenfels : eine Geschichte im Zeitraffer
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

LXIV/ 113, 2010, Heft 2

Eine neue Schausammlung im renovierten Schloss

Der Erhaltungszustand des Schlosses verschlechterte sich bis zum Beginnder 1980er- Jahre zusehends. Da es dem Steirischen Jugendherbergswerkan Mitteln mangelte, eine grundlegende Sanierung des Gebäudes in An-griff zu nehmen und das Land Steiermark als Untermieter kein Interessehatte, mehr Geld als notwendig für das Museum zu investieren, wurdedie Situation kritisch. Die Jugendherberge und die seit 1969 in einigenRäumen untergebrachte land- und forstwirtschaftliche Berufsschulewurden im Herbst 1982 geschlossen. Der Eigentümer suchte nach einerMöglichkeit, das Schloss in die Obhut eines finanzkräftigeren Besitzerszu geben. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Zukunft des Museumsinfrage gestellt, da es unmittelbar vom Schicksal des Schlosses abhän-gig war. Die Zugänge zum Haus mussten durch Behelfsdächer vor vonder Fassade herabfallenden Steinen geschützt werden. MuseumsleiterVolker Hänsel versuchte gemeinsam mit Politikern aus dem Bezirk undaus der Landesregierung eine tragbare Lösung für den Weiterbestand zufinden. Es galt die Bevölkerung zu mobilisieren, um damit die Bedeu-tung und den ideellen Wert des Schlosses der Öffentlichkeit bewusst zumachen. Bund und Land hatten in Aussicht gestellt, die von der Regionaufgebrachten Geldmittel durch Förderungen zu vermehren und so dieersten Maßnahmen der Erhaltung zu unterstützen. Eine Sondernummerder Zeitschrift» Da schau her«, die an alle Haushalte der Region ver-schickt wurde, informierte über die Vergangenheit und den gegenwär-tigen Bauzustand von Schloss Trautenfels und rief die Bevölkerung zurMithilfe auf. Zahlreiche Politiker und Entscheidungsträger des Landesund der Region formulierten ihre Visionen zu einer möglichen Zukunft,wobei immer wieder die Bedeutung des Museums für die Menschendes Tales wie auch für den Fremdenverkehr hervorgehoben wurde.15Ende 1983 nahm die Gemeinde Pürgg- Trautenfels nach langer Über-zeugungsarbeit durch den damaligen Vizebürgermeister Kurt Tasch dieLiegenschaft zum symbolischen Kaufpreis von 1 Schilling in ihre Ob-hut. Am 19. Dezember 1983 konstituierte sich schließlich der» VereinSchloss Trautenfels«<, der das Schloss von der Gemeinde pachtete undtatkräftig die Sanierung in Angriff nahm.16 Volker Hänsel koordinierte

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Die verschiedenen Statements finden sich in: Da schau her( wie Anm. 14), S. 20-

21.