Aufsatz in einer Zeitschrift 
Das Museum im Schloss Trautenfels : eine Geschichte im Zeitraffer
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Wolfgang Otte, Das Museum im Schloss Trautenfels

Als Folge der landschaftsorientierten Ausrichtung der Sonderaus-stellungen(» Hundert Jahre Ennsregulierung«,» Almwirtschaft in derSteiermark<<) und der gezielten Sammlungsstrategie rund um den ge-stalteten Lebensraum der Menschen, nannte man das Museum ab 1971>> Landschaftsmuseum«<, eine Bezeichnung, die bis 10. September 2009in Verwendung war. Ab diesem Zeitpunkt wurde im Zuge der Na-mensänderung des Joanneums von Landes- in Universalmuseum auchdiese Abteilung in» Universalmuseum Joanneum, Schloss Trautenfels<<umbenannt.

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Im Ruhestand zurückblickend, schätzte Haiding die durch sein Wir-ken aufgebaute Sammlung selbstbewusst als überregional bedeutend einund stellte fest, dass» es[ das Museum] heute auch durch seine Museums-bestände einen internationalen Ruf genießt. Es birgt die größte Samm-lung von Buttermodeln und Abrahmmessern aller Museen, ferner diegrößte Sammlung von Ringstecken und die größte landwirtschaftlicheSchausammlung von Getreideputzmühlen diesseits des Eisernen Vor-hangs. Als Nachfolger von Karl Haiding wurde am 1. Mai 1975 Dr.Volker Hänsel bestellt, der schon einige Zeit als Assistent unter seinemVorgänger gearbeitet hatte. Volker Hänsel hatte nach seinem Studiumals verantwortlicher Leiter beim Aufbau des Kärntner Freilichtmuse-ums in Maria Saal gewirkt, ehe er aufgrund seiner privaten Bindung ansEnnstal nach der Möglichkeit eines beruflichen Einstiegs in Trautenfelssuchte. Er erweiterte die Sammlung über die bestehenden Bereiche hin-aus und wandte die bisher so erfolgreiche Strategie an, mittels Sonder-ausstellungen Lücken im Objektbestand zu schließen. Sein besonderesAugenmerk galt dem Sammeln von Objekten der Alltagskultur des 20.Jahrhunderts. In Sonderausstellungen begann Volker Hänsel vermehrtüber die Grenzen der Steiermark zu blicken; in Zusammenarbeit mitdem Österreichischen Museum für Volkskunde und dem Museum fürVölkerkunde, beide in Wien, sowie vielen anderen präsentierte er in-terkulturelle Ausstellungen, die oft Rekordzahlen von Besucherinnenund Besuchern zu verzeichnen hatten. In diesem Zusammenhang sei anThemen wie>> Schmuck aus aller Welt«,» Vom Leben auf der Alm<<,>> DieZwerge kommen!<< oder» Der Drache. Eine Legende erwacht«< erinnert.

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Karl Haiding: Vielfältige Aufgaben. Bedeutung des Schlosses für Kulturgeschichte,Volksbildung und Wissenschaft, in: Da schau her. Beiträge aus dem Kulturleben desBezirkes Liezen, 4, 1982, S. 17.

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