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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXIV/ 113, 2010, Heft 2
Post, die selbst keine Pläne zur zukünftigen Nutzung hegte, immerhin58.000 Schilling in erste Erhaltungsmaßnahmen investierte, wurde be-reits intensiv überlegt, wie die Zukunft des Hauses aussehen könnte.>> Die Generalpostdirektion hat die schriftliche Zusage gegeben, daß siebereit ist, den ganzen Komplex gegen Übernahme aller laufenden Las-ten( hauptsächlich Gebäudeerhaltung und Steuern) unkündbar auf un-bestimmte Zeiten vorbehaltlich der Bestimmungen des Staatsvertrageszu überlassen.<< 6 Die ersten Ideen gingen eher in die Richtung einer Be-rufsschulinstitution mit Internatsbetrieb und/ oder in die Richtung einerHeimstätte für Volksbildungszwecke. Erst später kam die Errichtungeines Bezirksmuseums und daneben die einer Jugendherberge ins Ge-spräch.» Damals waren wir froh, die Prunkräume im ersten Stock fürein Museum und alle übrigen Räume für die Jugendherberge widmenzu können.« ³ Der Landtagsbeschluss der Steiermärkischen Landesre-gierung zur Einrichtung eines Museums für den Ennsbereich und dasAusseerland im Rahmen des Landesmuseums Joanneum erfolgte imJahre 1951. Für die geplante Nutzung der Räumlichkeiten waren um-fangreiche Arbeiten vorzunehmen. Im Marmorsaal befanden sich nochnach den Erinnerungen von Curt Fossel die großen Ahnenbilderder Familie Lamberg, deren Rückführung nach Oberösterreich organi-siert werden musste. Durch Bereitstellung von Geldmitteln vonseitendes Landes konnten erste Renovierungsmaßnahmen durchgeführt wer-den: Ausbessern der Türblätter und Türumrahmungen, Reinigung derDeckengemälde und Stuckarbeiten, Wiederherstellung der Supraporte.Vorerst kam es jedoch noch nicht zur Bestellung eines Museumsleiters.Das Land Steiermark betraute den Sekretär des Kuratoriums des Joan-neums, Kustos Dr. Otto Schwarz, mit der Leitung der vorbereitendenArbeiten, an denen die Abteilungen Vor- und Frühgeschichte, Botanikund Zoologie, Steirisches Volkskundemuseum, Bergbau, Geologie undTechnik und Mineralogie des Steiermärkischen Landesmuseums Joan-neum mitwirken sollten. Die Vorstände Dr. Karl Murban und Dr. KarlMecenovic begannen frühzeitig mit ihren Begehungen im Ennstal und
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Niederschrift über die am 31. März 1949 im Landhaus stattgefundene Besprechungin Angelegenheit der Verwendung von Schloß Trautenfels, Bezirk Liezen, für kultu-relle Zwecke, S. 2. Kopie im Archiv des Landschaftsmuseums.
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Fossel( wie Anm. 5), S. 2.