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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXIV/ 113, 2010, Heft 2
Chance seines Lebens«<. 66 Warum Haiding nur für die Dauer des Krie-ges als Leiter eingesetzt wurde, führt Lixfeld zum einen auf interne In-trigen, zum andern auf die umstrittene wissenschaftliche Eignung Hai-dings zurück.» Maßgebend für seine Berufung waren der Mangel derDienststelle Rosenberg an besser geeigneten Fachwissenschaftlern, seindesolater Gesundheitszustand, der ihn im Unterschied zu den meistenanderen politischen Leitern für den Militär- bzw. Kriegsdienst untaug-lich machte, seine vielfach bezeugte, unwandelbare Treue zur politischenIdee des> Mythus< und sein unbestreitbarer Pflichterfüllungseifer.<< 67Eine Beurteilung der tatsächlichen Macht Haidings muss wohl ambi-valent ausfallen das Ahnenerbe nahm Haiding und das Amt Rosenbergjedenfalls als Konkurrent wahr.68
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Mit Februar 1943 wurden die Aufbauarbeiten für die Hohe Schulezwar kriegsbedingt eingestellt, 69 das bereits bewährte Institut für deutscheVolkskunde blieb allerdings bestehen. Es kam jedoch immer wieder zuKonflikten, da die Kompetenzen der einzelnen Abteilungen nicht über-all klar abgegrenzt waren.
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Lixfeld( wie Anm. 37), S. 291.Ebd., S. 290.
S.a. Wolframs Aktenvermerk im Mai 1944, dass» Haiding in Graz, Ruprecht inSalzburg, Spiess in Wien«< die»> besten Fotografinnen wegengagieren<< würden, sowieWolframs Verbitterung über die bessere finanzielle Ausstattung der» Rosenbergia-ner<<. Zit. in: Helmut Eberhart, Von der» gläubigen Wissenschaft<< zum>> Ahnener-be<< der SS: Salzburg und die nationalsozialistische Volkskunde, in: Jacobeit, Lixfeld,Bockhorn( wie Anm. 3), S. 549-557, hier S. 555. Bockhorn schreibt über den gleichenAktenvermerk Wolframs und zitiert weiter, dass aus diesem» Wegengagieren« zuersehen wäre,»> mit welchem geldlichen und organisatorischen Aufwand von der Ge-genseite gearbeitet wird«. Vgl. Olaf Bockhorn:» Mit all seinen völkischen Kräftendeutsch«<: Germanisch- deutsche Volkskunde in Wien, in: Jacobeit, Lixfeld, Bock-horn( wie Anm. 3), S. 559-575, hier S. 571 und S. 574, Fuẞnote 113.
69 Rosenberg an Bormann, 19.2.1943. BA NS 8/188, S. 111.
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Konflikte gab es vor allem zwischen Haiding und dem Leiter der Abteilung Volks-kunst und Bäuerliches Handwerk, Otto Thiele. Vgl. Stichwort- Protokoll, Rosen-berg, 10.3.1943. BA NS 8/131, S. 16 sowie Stichwort- Protokoll, Rosenberg, 31.3.1943.BA NS 8/131, S. 67. Vgl. auch Lixfeld( wie Anm. 37), S. 292.