Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde113 (2010) / N.S. 64Mindler, Ursula: »...obwohl ich überhaupt keine Zugeständnisse gemacht habe und meine gesamtdeutsche Einstellung den Fachkollegen durchaus bekannt ist...«

  
Aufsatz in einer Zeitschrift 
»...obwohl ich überhaupt keine Zugeständnisse gemacht habe und meine gesamtdeutsche Einstellung den Fachkollegen durchaus bekannt ist...« : Anmerkungen zu Karl Haiding
(1906-1985)
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Ursula Mindler, Anmerkungen zu Karl Haiding( 1906–1985)

ren, ist Gegenstand weiterer Forschungen, weshalb sie hier nur gestreiftwerden kann.

In den letzten Jahren erschienen einige Bahn brechende, sehr reichmit Quellen belegte und sorgfältig recherchierte Studien zur Frage derRolle der( österreichischen) Volkskunde während und nach der Zeit desNationalsozialismus.³ Zu Karl Haiding liegt bislang jedoch keine aus-führliche Biographie vor. Hinweise zu seiner Person finden sich nebender bereits genannten Literatur immer wieder in kleineren Aufsätzenebenso existieren( im Regelfall ohne Nennung der Quellen) biographi-sche Skizzen anlässlich diverser Jubiläen oder im Rahmen größerer Stu-dien; die einzige umfassendere und ausführlich belegte Fallstudie findetsich bei James Dow und Ulrike Kammerhofer- Aggermann. Höchst

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Z.B. für den österreichischen Raum Olaf Bockhorn: Der Kampf um die» Ostmark«<.Ein Beitrag zur Geschichte der nationalsozialistischen Volkskunde in Österreich,in: Gernot Heiß, Siegfried Mattl, Sebastian Meissl u.a.( Hg.): Willfährige Wissen-schaft. Die Universität Wien 1938 bis 1945. Wien 1989, S. 17-38; Wolfgang Jacobeit,Hannjost Lixfeld, Olaf Bockhorn( Hg.): Völkische Wissenschaft. Gestalten undTendenzen der deutschen und österreichischen Volkskunde in der ersten Hälfte des20. Jahrhunderts(= Österreichische Texte zur Gesellschaftskritik, 43). Wien, Köln,Weimar 1994; Hannjost Lixfeld: Folklore and Fascism. The Reich Institute for Ger-man Volkskunde. Bloomington, Indianapolis 1994; James R. Dow, Olaf Bockhorn:The Study of European Ethnology in Austria. Ashgate 2004.

Vgl. Wolfgang Brückner: Bildgebrauch und Kreuzzug gegen die Bauern im 13. Jahr-hundert. Oder die Nazis in Stedingen, in: Bayerische Blätter für Volkskunde 15,1988, S. 91-97. Allerdings führt Brückner auf den sich später sämtliche Forsche-

rInnen berufen- keinen einzigen Quellenbeleg an.Z.B. Sepp Walter: Karl Haiding 75 Jahre, in: Volker Hänsel, Sepp Walter( Hg.):Volkskundliches aus dem steirischen Ennsbereich. Festschrift für Karl Haiding zum75. Geburtstag(= Schriftenreihe des Landschaftsmuseums Schloss Trautenfels amSteiermärkischen Landesmuseum Joanneum, 1). Liezen 1981, S. 11-18; leider ohneBelege, aber durch Jontes' persönliche Freundschaft mit Karl Haiding von beson-derem Interesse: Günther Jontes: Zum 100. Geburtstag von Karl Haiding. Gedan-ken zu Leben, Werk und Wesen des Volkskundlers, in: Da schau her 27/4, 2006,S. 13-22. Quellengesättigt aber dennoch nicht fehlerfrei Elfriede Moser- Rath: Hai-ding, Karl, in: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen undvergleichenden Erzählforschung, Band 6. Berlin, New York 1999, S. 383–385.Z.B. Dow, Bockhorn( wie Anm. 3), S. 159-168.

7 James Dow, Ulrike Kammerhofer- Aggermann: Austrian Volkskunde and NationalSocialism. The Case Study of Karl Haiding, born Paganini, in: The Folklore His-torian 22, 2005, S. 35–57. S.a. Ulrike Kammerhofer- Aggermann: Karl Haidingvor 100 Jahren geboren. Ein Leben in dunkler Zeit, in: Märchenspiegel 17/4, 2006,S. 40-45.

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