Karin Leitner- Ruhe,» Aber zugreifen soll man, wo man nur kann.<<
Erlasses berechtigt, solche Maßnahmen durchzuführen, auch ohne erstden Eigentümer um seine Zustimmung fragen zu müssen. Ferner sindauf Schloßgrund in der Nähe der Teiche Bahnschwellen und Holzpfos-ten abgelagert, und auf dem Bergrücken in westlicher Richtung vomSchlosse ist eine Baubaracke im Entstehen, die zu einem kleinen Teil aufSchloßgrund steht.<< 40
In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass sich die DeutscheReichspost offensichtlich mit Josef Lamberg, dem Sohn von Anna Lam-berg- Werndl, besprach und denselben Sachverständigen wie die Grafen-familie zu Rate ziehen wollte.41
Die Postdirektion Graz bezog hier Landeskonservator Semetkows-ky mit ein, der sich seinerseits an das Reichsministerium für Wissen-schaft, Erziehung und Unterricht wandte, um das Bauprojekt zu ver-ändern. Dabei wurde die Herstellung eines seichteren Bogens bei derGleisführung, oder die Anlage eines Tunnels durch den Burghügel odereine großräumigere Umfahrung diskutiert.42
Das Bauprojekt wurde jedoch nicht realisiert, da wohl die Baudauerzu lang und der Materialaufwand zu kostspielig war.
Geplante Um- und Ausbauten des Schlosses durch die Deutsche Post
Die Führungsriege der Deutschen Post plante im großen Stil die Aus-stattung von Schloss Trautenfels. Die Firma» Württemberger VereinigteMöbelfabriken Schildknecht und Rall& Gerber A.G. Stuttgart«< wurdemit der allgemeinen Planung der Umbauarbeiten auf Schloss Trautenfels
40 BArch 4701/14215 Band 1, Zl. IV C 1 6045-0 T 2, Schreiben des Präsidenten derReichspostdirektion am 5. Mai 1941 betreffend den Bahnbau über die LiegenschaftSchloss Trautenfels, Sachbearbeiter: Dr. Rainer.
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BArch 4701/14215 Band 1, Amtsrat Walter Hahn in einem Schreiben an ReferentenTimm am 22. März 1941:»[...] dass es zweckmäßig sein dürfte, mit dem in demanliegenden Schreiben genannten Sachverständigen des Grafen Lamberg u. U. inVerbindung zu treten, da wir in der Angelegenheit starke gemeinsame Interessenhaben und da der Genannte als guter Sachverständiger gelobt wird.<<
BDA, Landeskonservatorat für Steiermark, Akt Pürgg- Trautenfels, Schloß Trau-tenfels I., Schreiben von Semetkowsky an Herrn Ministerialdirigenten DDr. h. c.Robert Hiecke im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Unterrichtam 5. Mai 1941, Zl.: 494/ 6-1941 sowie ein Amtsvermerk, offensichtlich von Semet-kowsky, am 4. Juni 1941, Zl.: 595/ 8-41.
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