Jahrgang 
113 (2010) / N.S. 64
Seite
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Literatur der Volkskunde

Die Abhandlungen in dem angezeigten Band dokumentieren nichtnur die Forschungsergebnisse des Autors zur Arbeiterkultur-sie zeigenauch, welche Forschungsmöglichkeiten der Volkskunde offen stehen.Die heutige junge Generation sollte den von Attila Paládi- Kovács einge-schlagenen Weg weiter verfolgen.

László Lukács

Antonia Davidovic- Walther( Red.): Volkskundliches Wissen.Akteure und Praktiken(= Berliner Blätter. Ethnographische undethnologische Beiträge, H. 50). Münster: LIT 2009, 141 S., Abb.

Der Titel des vorliegenden Themenheftes der» Berliner Blätter<«<, demvom Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt- Universität zuBerlin herausgegebenen Forum für ethnographische und empirische kul-turwissenschaftliche Studien und ethnologische Forschung, repräsentiertauch das Programm des Forschungsverbunds» Volkskundliches Wissenund gesellschaftlicher Wissenstransfer. Zur Produktion kultureller Wis-sensformate im 20. Jahrhundert.<< Dieser Forschungsverbund, gefördertseit 2006 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, hat sich zumZiel gesetzt, auf dem Feld der Wissensproduktion und des Wissenstran-fers inner- und interdisziplinär zusammenzuarbeiten, kooperative For-schungsmodelle zu entwickeln und wissenschaftlich relevante Fragestel-lungen zu bearbeiten. Daran beteiligt sind die facheinschlägigen Institutein Berlin, Frankfurt, Göttingen, Kiel und Tübingen.

Am Beispiel des volkskundlichen Wissens< gehen die teilnehmen-den WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Perspektiven der Fragenach, wie sich Übermittlung und Übernahme von Wissen aus verschie-denen gesellschaftlichen Teilbereichen im Einzelfall vollziehen. Das FachVolkskunde ist für die Untersuchung von Wissensproduktion und Wis-senstranfer besonders geeignet, etwa durch seine Nähe zur Alltagswelt,seine disziplinäre Heterogenität oder seine lokale Einbindung aus regio-naler Perspektive. Dass es nicht nur als akademische Disziplin, sondernauch als außerakademisches Tätigkeitsfeld als> öffentliche< Wissen-

schaft betrachtet wird, dazu haben auch die Akteure aus verschiedenennicht akademischen Tätigkeitsbereichen beigetragen.

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