neuer Dings
Als der Quirl noch ein Christbaum war
Im Zuge der Recherchearbeiten für das weihnachtliche Vermittlungs-programm wurde ich auf die Homepage der Firma KWIRL DesignGeschenk Souvenir mit Sitz in Graz aufmerksam.' Dort wurde ein>> Quirlaus Christbaum«< mit dem Zusatz» zweites Leben für den Christbaum<<angeboten. Das Österreichische Museum für Volkskunde hat 2010 zurErweiterung der bestehenden Sammlung einen solchen erworben.² AlsOption zum fertigen Produkt hätte es auch einen Gutschein für dienachweihnachtliche Weiterverarbeitung der eigenen Christbaumspitzegegeben.
Hinter dieser Idee steht die Grazer Graphikerin und DesignerinUlla Klopf, die im Jahr 2008 den Quirl als Beispielprodukt ihres Pro-jektes RE.TRA.DE( Recycling. Tradition. Design) beim Wettbewerbcreative: graz award 2008 eingereicht und damit in der Kategorie Stra-tegie gewonnen hat.³ Nomen est omen, fand sie für den Quirl in derFirma Kwirl eine Vertriebspartnerin. Die Nachfrage war groß und einZeitungsartikel brachte auch Bestellungen aus Deutschland ein.
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Ein Quirl oder Sprudler, wie dieses Küchengerät in Österreichauch genannt wird, fehlte früher in keinem Haushalt zumindest biszur Einleitung von Strom und der damit möglich gewordenen Verwen-dung von elektrischen Küchenmaschinen. Es gab sie ganz aus Holz oderaus Holz mit Drahtspiralen. Feine Stücke hatten einen Porzellankopf.Man verwendete sie zum Bearbeiten von Flüssigkeiten, insbesonderevon Milch und gebundenen Suppen, wovon auch die BezeichnungSuppensprudler kommt. Sie eigneten sich weiters für lockere Teigewie etwa für Palatschinken. Aber auch im Zusammenhang mit denThüringer Klößen finden sie Erwähnung. Da für Geschirrspüler nichttauglich, wurden sie bald durch Kunststoffprodukte ersetzt. Oder siesind gar nur mehr aus Metall für die elektrischen Handmixer oder Kü-chenmaschinen vorhanden.
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http://www.kwirl.at( Zugriff: 10.11.2010)
2 Inventarnr. ÖMV/ 85.237, L= 33,7 cm, D= 8,2 cm
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http://www.ulla.at( Zugriff: 26.9.2011), http://www.re-tra-de.at( Zugriff:26.9.2011)
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