Jahrgang 
114 (2011) / N.S. 65
Seite
235
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Jahresbericht des Vereins unddes Österreichischen Museumsfür Volkskunde 2010

Einführung

Nach der vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur( BMUKK) im September 2008 eingeleiteten Planung zur Errichtungeines neuen Kulturmuseums in Wien, das aus einer Fusion der tra-ditionsreichen Museen für Volks- und Völkerkunde hervorgehen undneue Perspektiven in der kulturwissenschaftlichen Museologie eröff-nen sollte, fanden die Gespräche nach nahezu drei Jahren im April 2011ihr vorläufiges Ende. Fazit aus dem Diskussionsprozess: Museums-politik im Moonwalk( Patrick Lieben) oder: Wie bewege ich mich vor-wärts und komme weiter hinten an.

Die Chronologie der Ereignisse: Im September 2008 war man vonSeiten des BMUKK/ Sektion IV an das Österreichische Museum fürVolkskunde( ÖMV), das Kunsthistorische Museum( KHM) und andas Museum für Völkerkunde( MVK) herangetreten, um im Rahmeneiner Arbeitsgemeinschaft einen Diskussionsprozess mit dem Ziel zubeginnen, die inhaltlichen sowie strukturellen Rahmenbedingungenfür eine Fusion des ÖMV mit dem MVK als Basis für ein neues Kul-turmuseum am Standort Heldenplatz festzulegen. Die konkreten Pla-nungsarbeiten starteten im Dezember 2008.

Im Mai 2009 wurde von dieser Arbeitsgruppe ein umfassendesGrundlagenpapier zur Entwicklung, Organisation und Finanzierungdes Museumsprojekts vorgelegt, das breite( fachliche wie mediale)Zustimmung fand. Ein Zitat aus dem Mission Statement umreißt dieVorstellungen zur Sinnstiftung für dieses neue Museum:» Als leben-diger Ort der Begegnung mit Zeugnissen fremder und vertrauter Le-benswelten der Gegenwart und Vergangenheit erweckt und vertieftdas MUSEUMNEU das Verständnis für die Ursachen, Bedeutung undWertschätzung der kulturellen Vielfalt in einer globalisierten Welt.<<