Weinbauorte in Österreich,Ungarn und der Slowakei
zwischen
architektonischem
Erbe und Freizeitgesellschaft
Máté Tamáska
In dem Beitrag werden zunächst die einzelnen Wein-bauorte mit ihren spezifischen Merkmalen und ihrenunterschiedlichen Entwicklungen skizziert. Im zweitenSchritt erfolgt ein Überblick über die sowohl regionalals auch international bedingten Modernisierungspro-zesse, die diese Dörfer beeinflussen. Im Mittelpunktder nachfolgenden Ausführungen stehen die Auswir-kungen der Freizeitgesellschaft auf die Architektur derWeinbauorte. Auf der Grundlage einer Typologie wer-den die unterschiedlichen Entwicklungen verglichenund interpretiert.
1. Einleitung
1. 1. Themenbereiche
Weinbauorte verfügen im Vergleich zu anderen traditionellen Ag-rarsiedlungen über eine besondere Struktur. Die Weinkeller wurdenoft auf kleinen Parzellen errichtet, da für die Weinbauwirtschaft we-
1 Jenő Barabás, Nándor Gilyén: Vezéfonal népi építészetünk kutatásához. Buda-pest 1979, S. 28; Johann Reinhard Bünker: Typen von Bauernhäusern aus derGegend von Oedenburg in Ungarn. In: Mitteilungen der Anthropologischen Ge-sellschaft 24. Wien 1894, S. 115-130, hier S. 117; Tamás László: Mád történetivárosszerkezete. In: János Bencsik- Gyula Viga( Hg): A városszerkezet, mint akomunikációs kapcsolatok tükröződése 1988. S. 68-85, hier S. 68; László Novák:A szőlő Albertirsa és Pilis hagyományos telekrendszerében és üzemszervezeté-