Chronik der Volkskunde
der Eigenlogik der Städte, nach dem Eigenen/ Fremden«< als den Hori-zont einer Neuorientierung des Museums; und das Tagungsprogrammspricht vom»> Museum als Reflexionsort für Gegenwartsfragen«<. Ein>> Stadtlabor<< soll dementsprechend zukünftig als» interaktives, partizi-patives Forum für aktuelle Fragen in Frankfurt« fungieren, wie AngelaJanelli und Susanne Gesser( Leiterin des kinder museum) – beide sind alsKuratorinnen in die Neukonzeption der Daueraustellung involviert undhatten auch die Tagung ausgerichtet- ausführten.
Die in die Thematik einführenden Vorträge skizzierten eine Gegen-wart, in der das Museumsmonopol auf Wissenssicherung und-vermitt-lung nicht nur auf Grund neuer Medien in Frage gestellt ist. Die»> Plu-ralisierung, Fragmentarisierung, Heterogenisierung« des» LebensorteStadt<< bringt auch eine» Vervielfachung der Wissensbestände«< mit sich( Angela Janelli, Susanne Gesser), die sich nicht mehr in ein homogenesNarrativ packen lässt. Die Figur der» externen ExpertIn« tritt auf denPlan und stellt damit die Nützlichkeit der hausinternen Kompetenzenzur Diskussion.» Welche spezifische Expertise und Rolle verbleibt dabeifür den/ die KuratorIn?« war in Folge eine der zentralen Fragen der Ta-gung. Müsste diese/ r sich von der» ObjektpflegerIn zur Pflegerin vonBeziehungen«<( Angela Janelli) umschulen lassen? Oder wäre es geradedas>> Erfahrungswissen zum Arbeitsort Museum«<( Barbara Wenk), dasHow- To des Ausstellungsmachens und der Objektverwahrung, das er/sie anzubieten hätte. Die Irritation angesichts dieser Veränderung derJobdescription kam vielleicht am deutlichsten in der Themenstellungdes Workshops von Matti Straub( Coach, Chief- Changel, www.chan-gels.ch) zum Ausdruck, der unter dem Motto» wieviel Partizipation istangenehm und ertragbar« eine» Beratungsstelle« für KuratorInnen aufder>> Suche nach neuer Identität und sinnvollen Partizipationsformen<<anbot.
Andererseits wurde auch auf das Fortbestehen der hohen Glaub-würdigkeit der Museen als wissenschaftliche Institutionen hingewiesen.Deren Content gilt in der breiten Öffentlichkeit nach wie vor als denalltäglichen Konflikten entzogenes, gesichertes Wissen. Gerade dadurcheigneten sich Museen als» safe places for unsafe ideas«<, beziehungsweiseals>> temporäre Stabilitätszonen«< in einer Zeit, in der die» Konstruktioneiner gemeinsamen Gegenwart immer schwieriger<< wird( Beat Hächler).Das Museum wurde in einigen Beiträgen als Raum für die Verständi-gung über grundlegende Werte und Entwicklungsdynamiken einer Ge-meinschaft entworfen. Barbara Wenk und Angela Janelli sahen Potential
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