Jahrgang 
115 (2012) / N.S. 66
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

LXVI/ 115, 2012, Heft 1+ 2

Wissens- und Bildungsort zu stellen. Die Vendetta- Maske bietet ein-mal mehr Gelegenheit dazu, das gegebene museologische Umfeld zu-mindest gedanklich zu erweiteren bzw. zu hinterfragen.

Das Objekt mit der Inventarnummer 85.312 wurde im Juni 2011um 12,94 per Internet auf Grund der massiven medialen Präsenz an-gekauft. Made in China und unter Lizenz des Time- Warner- Medien-konzerns- ein Wermutstropfen der Protestbewegung, die das Symbolverwendet und somit zu den Umsätzen ihrer Gegenwelt beiträgt.

Die Kunststoff maske ist auf Grund ihrer» gezeichneten<< Herkunftaus einem Comic vordergründig keine Ergänzung der bestehendenMaskensammlung des Museums, wiewohl die Frage gestellt werdenkann, wann und wieviel sozial gegenläufiges Potenzial in die Verwen-dung der Masken im Zuge von Brauchkontexten gelegt wurde. Einein diesem Kontext befragte Maskensammlung eröffnet jedoch einenneuen Blickwinkel auf das schon lange nicht mehr verwendete Materialund schafft einen Zugang für rezente Erweiterungen des Bestandes.Matthias Beitl

6 Leopold Schmidt hat anläßlich des sechzigjährigen Bestehens der Vereins für Volks-kunde einen Überblick zur Maskensammlung des Museum geliefert: LeopoldSchmidt( Hg.): Masken in Mitteleuropa. Volkskundliche Beiträge zur europäischenMaskenforschung. Wien 1955.

Zum Mythos>> Anonymous<< im Web:Anonymous A Tale in 10 Videos

http://www.wired.com/threatlevel/2011/11/anonymous-a-tale-

in- 10- videos/? pid= 185