neuer Dings
temkritisches, aktivistisches Kollektiv mit einem Repertoire anSymbolen und rhetorischen Formeln:
We are Anonymous.
We are Legion.
We do not forgive.
We do not forget.Expect us.'
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Neben anderen ikonographischen Elementen dient vor allem dieMaske der Zuordenbarkeit zu einer entpersonifizierten Bewegung, zueiner bestimmten kollektiven Identität, die keine definierte Führunghat. Die vielfachen Aktionen von Anonymous und deren Auswirkun-gen sind in den Medien aktuell zu verfolgen. Die globale Bewegunghat sich dabei im Verlauf der jüngeren Vergangenheit auch» regionali-AnonAustria ist ein solcher Ableger. Als grundsätzliche Zielevon Anonymous werden die Erhaltung der Meinungsfreiheit sowiePresse- und Informationsfreiheit gesehen. Ihr digitaler Aktionismussoll Debatten zu diesen Themen auslösen. So gab es in den Jahren 2010bis 2012 in Österreich einige relevante Angriffe auf Datenbeständeund Webseiten unterschiedlichster Unternehmen und politischer Par-teien sowie Organisationseinheiten. Die Tageszeitung Der Standardbezeichnete das Auftauchen der Maske bei Straßenaktionen und diegleichzeitigen digitalen Operationen als Aufeinandertreffen von ernst-haften politischen Anliegen und juvenilem Übermut.²
Im Verlauf des Herbstes 2011 vermittelten neben anderen Medienvor allem Tageszeitungen und Journale eine Omnipräsenz der Bewe-gung. Mit einer kurzen, unsystematischen Auswahl von Zeitungsmel-dungen soll im Folgenden auf die globale wie regionale emblematischeKarriere der Vendetta- Maske verwiesen werden.³
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siehe z. B. http://www.youtube.com/watch?v=AmzHXxeNwU4( Zugriff: 24.5.2012)Der Standard, 14.10.2011, http://derstandard.at/1318461266908/Die-Aktionen-von-
Anonymous- loesen- zunehmend- ambivalente- Reaktionen- aus( Zugriff: 15.5.2012).Die im Zuge des Objektankaufs gesammelten Zeitungsausschnitte geben Einblickein aktuelle Verwendungszusammenhänge der Vendetta- Maske. An dieser Stelle seian einen Tagungsband des im Jahr 1992 geschlossenen Instituts für Gegenwartsvolks-kunde erinnert: Klaus Beitl( Hg.): Methoden der Dokumentation zur Gegenwarts-volkskunde. Die Zeitung als Quelle. Referate des 1. internationalen Symposions desInstituts für Gegenwartsvolkskunde der Österreichischen Akademie der Wissen-schaften von 10. bis 11. Mai 1983 in Mattersburg, Wien 1988. Der Volkskundler undKunsthistoriker Rolf Thalmann, bis 2009 Leiter der Plakatsammlung des seinerzei-
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