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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXVI/ 115, 2012, Heft 1+ 2
culum nur marginale Erwähnung – Grund genug, anlässlich der hun-dertsten Wiederkehr seines Geburtstags im Jahre 2012 eine fallweisekommentierte Dokumentation vorzulegen, deren Daten großteils ausden Archiven beider Universitäten stammen.³
Habilitation Berlin- Teil 1( 1941/42)
Auf den wissenschaftlichen Werdegang Schmidts ist angesichts desLebenslaufs aus dem Jahr 1941, der in dieser Dokumentation nachzu-lesen ist, nicht weiter einzugehen; die eingereichte Habilitationsschriftund die mit ihr verbundene Vorgeschichte der Habilitation werdenhingegen noch zu behandeln sein.
Schmidt war 1939, nach Absolvierung einer dreimonatigen Grund-ausbildung von Ende Jänner bis Ende April, am 28. August zum Wehr-dienst eingezogen worden und befand sich seit 22. Juni 1941 in Russland.Von Königsberg aus schrieb Leopold Schmidt, Obergefreiter, Feldpost-nummer L 36866, am 21.10.1941 in Kurrentschrift an die Kanzlei derPhilosophischen Fakultät, Berlin C 2, Universität, Unter den Linden 6( S. 1): Ich bitte um Zusendung der Habilitationsverordnung zur Erwerbungdes Dr. habil. an meine angegebene Feldpostanschrift. Etwaige Unkosten er-lege ich mittels Feldpostanweisung. Heil Hitler! Leopold Schmidt." Am 6. 11.dankte er für die Übersendung, vermisste aber die beiden Fragebögenzum Nachweis deutschblütiger Abstammung für sich und seine Frau, umderen Übermittlung er bat, um völlig formgerecht einreichen zu können( S. 2). Diese wurden am 12.11., weitere Unterlagen am 25.11. an ihn ab-geschickt. Bereits am 7. November hatte er sich erstmals direkt an denDekan der Humboldt- Universität gewandt; er schrieb unter anderem:Ich habe die Absicht, einen Antrag auf Zulassung zur Habilitation bei derPhilosophischen Fakultät der Universität Berlin einzureichen. Da ich mich
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Humboldt- Universität zu Berlin, Archiv( HUB, UA, Phil. Fak., Nr. 1365); Archiv derUniversität Wien( UAW, Phil.Fak., Zl. 375 aus 1945/46).- Für entsprechende Hin-weise sei Dr. Leonore Scholze- Irrlitz, Berlin, und Dr. Gertraud Liesenfeld, Wien,herzlich gedankt.
HUB, UA, Phil. Fak., Nr. 1365, S. 1.- Die Habilitationsakte umfasst 129 Seiten; wei-tere Hinweise auf sie erfolgen künftig nicht über Fußnoten, sondern durch Angabeder jeweiligen Seitenzahl( en) nach Erwähnungen und Zitaten( die in diesem Beitragallesamt ohne jegliche Korrektur und kursiv gesetzt wiedergegeben werden).