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116 (2013) / N.S. 67
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

LXVII/ 116, 2013, Heft 1+ 2

diesem Beispiel nochmals anzumerken) in ihrer gekürzter Buchfassungdoch viel an für weitere Recherche höchst dienliche Information auf derStrecke bleibt und der Eindruck einer den zeitpolitischen Kontext we-nig berücksichtigenden Undifferenziertheit sich deutlicher aufdrängt,als es dieser material- und quellengesättigten Untersuchung gebührt.An weiteren Beiträgen dieses Abschnitts seien noch einige thematischund zeitlich völlig anders perspektivierte genannt, etwa der von StefanBenedik, der geschlechtsnormierende Aspekte von Tanzbeschreibun-gen ins Visier nimmt, die Überlegungen zur wechselseitigen Beeinflus-sungen von Tanzpublikum und Musikanten von Rudolf Pietsch, dersachkundige, auch die» Methoden der Aufzeichner« berücksichtigendeÜberblick zur>> Geschichte der Landlerforschung in Oberösterreich«<von Volker Derschmidt oder Arbeiten über den spezifischen Einsatzvon> Volkstanz< in dessen integrierenden Funktion beim tanzendenGegenüber mit» Minderheiten«( Ursula Hemetek) und» Migrantinnenund Migranten<<( Johanna Stadlbauer).

Letztgenannte Beiträge hätten auch der Rubrik Didaktik zuge-ordnet werden können, mit der das Werk schließt und unter der etwapädagogische Aspekte des Kinder- und Jugendtanzes( Hadmut Glatz,Birgit Fillafer) oder der tänzerische Einsatz in der Sonder- und Heil-pädagogik( Else Schmidt, Agnes Palmisano) behandelt werden. Vordiesem Schlussakzent des Werkes widmet sich, neben einem» ExkursTracht als einer» Politik des Anziehens«<( Stefan Benedik), ein Kapiteldem Volkstanz als Idee- das u.a Beziehungen zur Jugendkultur( JustinStagl) oder zu heutigen» Ethnotrends«( Waltraud Froihofer) beleuch-tet, aber auch einen bemerkenswerten Blick auf den Volkstanz ausder Sicht eines ehemaligen Rechtsextremen wagt( Stefan Benedik)-,während eine weitere Reihe von Beiträgen auf verschiedene Forscher-persönlichkeiten, Archive und Sammlungen eingeht. Hier begegnen nichtnur bekannte Namen wie Raimund Zoder( Michaela Brodl), HerbertLager( Nikola Benz, Else Schmidt) oder Richard Wolfram- zu dessenWerdegang und Dokumentationstätigkeit Alfred W. Höck höchst An-schauliches aus dem reichen Bestand des» Salzburger Landesinstitutsfür Volkskunde« beibringen kann sondern etwa auch eine weithinunbekannte»> Zuarbeiterin«< wie die Sammlerin Anni Stöger, der in demmit vielen Abbildungen und einem ausführlichen Verzeichnis ihrerAufzeichnungstätigkeit versehenen( DVD-) Beitrag von Nicola Benzein Denkmal gesetzt wird. Und an Institutionen wird nicht nur bei-spielsweise das>» Kärntner Tanzarchiv und seine Geschichte«( Manfred