neuer Dings
den ist. Wegen des schlechten Erhaltungszustandes führen auch dieAngaben des Experten nicht zu einer genaueren Datierung. Denn derUnterschied zwischen jenen Waffen, die vor 1945 und jenen, die zwi-schen 1945 bis 1950 hergestellt wurden, liegt in der Kennzeichnung: Aufvor 1945 hergestellten Bajonetten thront über dem Firmenwappen dieungarische Stephanskrone, nach 1945 fehlt die Krone im Prägestempel.
Solche Bajonette wurden auf den Gewehrmodellen 35 M, 43 M( Msteht für ungarisch: mintájú, deutsch: Muster) und den Maschinenpis-tolen 39 M und 43 M der ungarischen Armee angebracht. Bajonettekamen in Stellungskämpfen im Zweiten Weltkrieg auf nahezu allenKriegsschauplätzen zum Einsatz.5 Das vorliegende besitzt keinen Por-tepeebügel und keinen Haken an der Parierstange, was bedeutet, dassdieses Bajonett mit keinem Portepee ausgestattet werden konnte. DerExperte schließt daraus, dass es Teil der Ausrüstung eines einfachenSoldaten war.
Das Fundstück selbst ist wertlos, da in sehr schlechtem Zustand.8Für das Museum ist jedoch vor allem relevant, mehr über seine Prove-nienz zu erfahren. Möglich, so spekuliert Herr Reisinger, dass sich dieGeschichte wie folgt zugetragen hat: Eine ungarische Kampfeinheithatte sich gegen Kriegsende von Budapest nach Wien durchgeschlagenum sich der Einflussnahme der russischen Truppen zu entziehen. Sielagerten im Garten des Museums, entledigten sie ihrer Waffen undtauchten unter. Herrn Reisinger sind Fluchtwege ungarischer Solda-ten durch das Salzkammergut bis nach Salzburg bekannt, auf denen dieSoldaten ihre Waffen und Geräte liegen ließen. Oder die ungarische
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Herzlichen Dank an Mag. Reinolf Reisinger für seine freundlichen Auskünfte.Vgl. auch László Tóth: A Magyar Királyi Honvédség egyenruhái, 1926–1945. Bu-dapest 2007.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bajonett( Zugriff: 12.3.2013)
6 Portepee. In: Brockhaus- Enzyklopädie, Band 17, Mannheim 191992, S. 375: DasPortepee ist die Bezeichnung für den um Griff und Bügel von Seitenwaffen ge-schlungenen Lederriemen mit Quaste. Ursprünglich als Befestigung des Säbelsoder Degens am Handgelenk gedacht, entwickelte sich das Portepee schließlichzu einem Standesabzeichen für Offiziere.
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Dank an Mag. Hannah Varga, wissenschaftliche Volontärin am Volkskundemu-seum im Jahre 2012, für ihre Recherchen.
Lt. Herrn Reisinger sind Bajonette dieses Typs heute auf Waffenbörsen um ca.€ 50,- bis€ 200,- zu erwerben.
S. das Kapitel: Das Vorrücken der Ungarischen Armee. In: http: //de.wikipedia.org/ wiki/ Ungarn_im_Zweiten Weltkrieg( Zugriff: 12.3.2013).
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