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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXVII/ 116, 2013, Heft 1+ 2
Mitarbeit bereit erklärten. Es waren dies: das Waldbauernmuseum inGutenstein, Niederösterreich( Prof. Hiltraud Ast), das ÖsterreichischeFreilichtmuseum in Stübing, Steiermark( Mag. Egbert Pöttler), dasBezirksheimatmuseum Spittal/ Drau, Kärnten( Dr. Hartmut Prasch)sowie das Handwerksmuseum Baldramsdorf, Kärnten( Ing. Mag.Heinrich Gerber).
Die Aufnahmen vor Ort sind inzwischen abgeschlossen, die dendro-chronologische Altersbestimmung wird gerade vorgenommen. Bereitsin Gutenstein konnten bei der Untersuchung der Museumsobjekte32 verschiedene Holzarten festgestellt werden, wobei Buche, Esche,Ahorn, Fichte, Hainbuche( in der Reihenfolge der Nachweise) bei je-weils mehr als hundert Objekten nachweisbar waren; ³ unter Einbezie-hung der weiteren Museen erhöhte sich die Zahl der nachweisbarenHolzarten inzwischen auf 50. Damit konnte auch gerechnet werden;der Oberlehrer und Konservator Josef Blau hatte 1917 im Böhmerwald,in seinem heute tschechischen Teil, auf seine Frage» Welche und wieviele Holzarten kennt das Volk, welche Namen hat es für diese undwelche verwendet es und wozu? Oder: Welche Holzarten sind volks-tümlich?«< 40 Holzarten zu erheben versucht, von denen nur drei in derRegion unbekannt waren; von den verbleibenden 37 wussten bei 33 dieBefragten auch über die Verwendungszwecke Bescheid.4 In einem ein-zigen Haus, einem damals etwa zweihundert Jahre alten Blockbau imDörfchen Silberberg, waren insgesamt 27 Holzarten vertreten. 5 Dassandernorts in volkskundlichen Beiträgen angesichts des Fehlens ver-gleichbarer Arbeiten gerne auf Blau zurückgegriffen wurde, sei hierzumindest angemerkt.
Die vorbildliche Arbeit von J. Blau war dem Initiator des Projektsbekannt, daher war es naheliegend, nicht nur die holzwissenschaftli-che, sondern auch die volkskundliche Literatur, soweit sie Österreichbetrifft, in das Projekt einzubeziehen. Aus diesem Grund wurde nach
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Grabner, Klein( wie Anm. 2).
Josef Blau: Böhmerwälder Hausindustrie und Volkskunst. 1. Teil. Wald- undHolzarbeit(= Beiträge zur deutsch- böhmischen Volkskunde, 14, 1. Hälfte), Prag1917, S. 214-220( Neudruck Grafenau 1993).
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Ebd., S. 221 f.
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Vgl. Torsten Gebhard: Alte bäuerliche Geräte(= Beiträge zur Volkstumsfor-schung, 19). München, Basel, Wien 1969, S. 28 f( 2. Auflage, gem. mit HelmutSperber, 1978, S. 160 ff).