2000, Heft 3
Buchanzeigen
417
Heindl), Lebensweltorientierung als Chance in der schulischen Ernährungs-erziehung( Uta Strotkamp), Das Schulbuch als Vermittler einer Konzeptionzur Ernährungserziehung( Dorothea Dümmel/ Ulrike Klüppel), Vom Essen:Anmerkungen eines Theologen( Hartwig Weber).( SB)
WAGNER, Christoph: Süßes Gold. Kultur- und Sozialgeschichte desWiener Zuckers. Wien, Verlag Christian Brandstätter, 1996, 223 Seiten,zahlr. Farb- u. SW- Abb.
Christoph Wagner, bekannt durch zahlreiche Publikationen zu kulinarischenThemen, legt mit diesem Buch eine anekdotenreiche Geschichte des WienerZuckers vor. Er verknüpft wirtschafts-, sozial- und kulturhistorische Dimen-sionen des Zuckers miteinander, wobei besonderes Augenmerk auf denvielzitierten Wiener ,, Mehlspeishimmel“, das immer wieder konstatierteenge Verhältnis der Wiener und Wienerinnen zum Süßen, gelegt wird. DerEinstieg in das Thema erfolgt über eine kurze Abhandlung der Frage ,, Wiewir lernten, das Süße zu lieben“, worin der Autor eine Verteidigung desmaẞvollen Zuckerkonsums unternimmt. In den anschließenden Kapitelnerfährt man u.a., wie der Zucker nach Europa und die Zuckerrübe nachÖsterreich kam oder wie die böhmischen Mehlspeisen süß wurden. Wagnergeht den Anfängen der österreichischen Zuckerindustrie ebenso nach wieder Erfindung des Würfelzuckers oder dem„ Süßen Wien" zur Zeit derHabsburgermonarchie. Ein tafelkundlicher Exkurs widmet sich dem Zuckerbei Tisch. Das letzte Kapitel beschreibt die Geschichte des Wiener Zuckersim 20. Jahrhundert, wobei hier auch ausführlich auf die 1994 von derAGRANA Zucker- Ges.m.b.H. geschaffene Trademark Wiener Zucker"eingegangen wird. Der Band wird schließlich durch ein kleines Zucker- ABCsowie durch historische und aktuelle Rezepte mit Zucker abgerundet. Wiedie meisten Bücher aus dem Brandstätter Verlag ist auch dieses schöngestaltet und aufwendig illustriert.( SB)
"
KRIEG, Beate: ,, Landfrau, so geht's leichter!" Modernisierung durch haus-wirtschaftliche Gemeinschaftsanlagen mit Elektrogroßgeräten im deutschenSüdwesten von 1930 bis 1970(= tuduv- Studien, Reihe Kulturwissenschaften,Bd. 16). München, tuduv Verlag, 1996, 304 Seiten, 30 SW- Abb., IV Karten.In ihrer in München eingereichten volkskundlichen Dissertation beschäftigtsich Beate Krieg mit der Technisierung und Rationalisierung der ländlichenHauswirtschaft am Beispiel von Gemeinschaftsanlagen. Geographisch kon-