Jahrgang 
103 (2000) / N.S. 54
Seite
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2000, Heft 2

Literatur der Volkskunde

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KÖHLE- HEZINGER, Christel, Martin SCHARFE, Rolf WilhelmBREDNICH( Hg.): Männlich. Weiblich. Zur Bedeutung der Kategorie Ge-schlecht in der Kultur. 31. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Volks-kunde, Marburg 1997. Münster, New York, München, Berlin, WaxmannVerlag, 1999, 539 Seiten, SW- Abb.

Im September 1997 fand auf Einladung des Instituts für Europäische Eth-nologie und Kulturforschung an der Universität Marburg der 31. Kongreẞder Deutschen Gesellschaft für Volkskunde zum Thema: ,, Männlich. Weib-lich. Zur Bedeutung der Kategorie Geschlecht in der Kultur statt. Der nunvorliegende Tagungsband folgt in der Kapiteleinteilung der Tagungsstruk-tur: Neben den schriftlichen Fassungen der Plenarvorträge von SilkeGöttsch, Christine Burckhardt- Seebass, Jan Peters, Linda Dégh, Ruth B.Bottigheimer, Barbara Duden, Ina- Maria Greverus, Klara Löffler, MartinScharfe, Bjarne Rogan, Carola Lipp und Herbert Schwedt sind dies dieSektionen ,, Körpersymbolik, Körperbilder( mit Beiträgen von Ueli Gyr,Sabine Kienitz, Walter Leimgruber und Waltraud Pulz), Sprache undTradierung( mit Beiträgen von Sabine Wienker- Piepho, Heidrun Alzhei-mer- Haller, Siegfried Neumann und Christoph Schmitt) ,,, Ritual, Brauch"( mit Beiträgen von Barbara Krug- Richter, Gunther Hirschfelder, Peter To-kofsky und Hans- Willi Wey) ,,, Religion, Politik, Ideologie( mit Beiträgenvon Ingrid Tomkowiak, Dietmar Sedlaczek, Anne Claire Groffmann undSwetlana M. Tscherwonnaja) ,,, Geschlecht und Identitäten( mit Beiträgenvon Burkhard Fuhs, Ute Bechdolf, Gabriele Hofmann und Gisela Welz),,, Kleidung, Lebensstile"( mit Beiträgen von Gitta Böth, Claudia Schöning-Kalender, Gudrun M. König) ,,, Technik und Geschlecht"( mit Beiträgen vonKatarina Ek- Nilsson, Petra Naumann- Winter und Katharina Eisch) sowie,, Innenräume, Außenräume( mit Beiträgen von Beatrice Tobler, ChristianeKeim, Anja Schöne, Leonie Koch- Schwarzer und Sabine Kübler).

Die Themen der einzelnen Sektionen verweisen einerseits auf klassischevolkskundliche Forschungsfelder, andererseits auf zentrale Felder der Frau-en-, Männer- und Geschlechterforschung, wie sie sich auch in anderenDisziplinen in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten herauskristallisiert ha-ben( weil es sich um Bereiche handelt, in denen Geschlechtlichkeit entwedersehr offensichtlich ist, oder in denen Männlichkeit bzw. Weiblichkeit domi-niert, oder entlang derer Geschlechtergrenzen und-differenzen besonderssichtbar werden). Insgesamt zeigt der Tagungsband eindrücklich die großeBandbreite an Themenfeldern und Zugangsweisen der volkskundlichenGeschlechterforschung. Es finden sich Beiträge, die sich mit altbekanntenvolkskundlichen Themen beschäftigen( z.B. Bräuche) und dabei einen neu-en Blick aus der Geschlechterperspektive darauf werfen. Aber auch aktuelle