2000, Heft 1
Buchanzeigen
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Lebensstilen zu und fragt nach den Hintergründen des zu beobachtendenostdeutschen Beharrens auf Differenz und einer ganz eigenen Geschichte zuZeiten einer ständig sich verändernden Arbeitssituation.( KL)
RUOFF, Arno, Eugen GABRIEL: Die Mundarten Vorarlbergs. Ein Quer-schnitt durch die Dialekte des Landes. Mit einem Katalog des Tonarchivsder Mundarten Vorarlbergs.(= Schriften der Vorarlberger Landesbibliothek,Bd. 3). Wien 1998, 190 Seiten, Abb., Tonträger( CD).
Von
der in Tübingen angesiedelten Arbeitsstelle„ Sprache inSüdwestdeutschland" werden seit langem auch die Vorarlberger Mundartensprachwissenschaftlich untersucht und dokumentiert. Die Ergebnisse sindbislang in einer Form präsentiert worden, die einem relativ kleinen Fachkreisverpflichtet war. Mit der vorliegenden Publikation, die auch über die Vor-arlberger Literarische Gesellschaft, den Franz- Michael- Felder- Verein, ver-trieben wird, ist nunmehr ein publizistischer Schritt hin in eine breitereÖffentlichkeit getan.
Den Hauptteil des Buches bilden die Transkriptionen kommentierterAufnahmebeispiele aus verschiedenen Gemeinden Vorarlbergs, die durcheine beigelegte CD akustisch ergänzt sind. Darauf vorbereitet werden Lese-rin und Leser durch allgemein verständliche Erläuterungen zur Mundartinsgesamt, ihren spezifischen Erscheinungsformen in Vorarlberg und metho-dischen und technischen Anleitungen. Ergänzt werden diese durch Fotogra-fien und Karten aus dem Vorarlberger Sprachatlas, wodurch die Mundartenin ihrem kulturellen Kontext zusätzlich erklärt werden.( CS)
HIRSCHMUGL, Anton: Die Okarina.(= Sätze und Gegensätze. Beiträgezur Volkskultur). Gnas, Weishaupt- Verlag, 1998, 95 Seiten, s/ w- Abb.
Es ist wohl nicht untypisch, dass wir die Okarina von Weihnachtsmärktenher kennen, seltener allerdings als veritables Blasinstrument erkennen. DerAutor der Studie, einer Magisterarbeit, verweist auf dieses( Forschungs-) De-fizit. Ausgehend von Gesprächen mit dem Südtiroler Franz Kofler, einerzentralen Figur in der Volksmusikszene des Alpenraumes, konnte AntonHirschmugl vielfältige Kontakte knüpfen zu Okarinabauern und-spielern;er beschreibt in seiner Untersuchung Formen und Herstellung dieses Instru-mentes.