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Chronik der Volkskunde
ÖZV LIV/ 103
bestimmen und Fragen stellen können. Die Zielvorstellungen für die Vermittlungs-arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Museum sieht Kräutler in der Stiftungvon zukünftigen Partnerschaften mit mündigen und kompetenten Besucher/ in-nen – auch Kindern und Jugendlichen-, die die traditionelle Rolle des passiven,unbetroffenen und unmündigen Besuchers hinter sich gelassen haben. Im Belve-dere geschieht dies seit einiger Zeit mit dem speziellen Besucherprogramm ,, Dreigoldene Rätsel", mit dem Kinderferienspiel ,, Prinz Eugen macht Ferien“ und miteinmal jährlich stattfindenden Museumsfesten.
Als Abschluss gaben das Kindermuseum Celje in Slowenien, der Mu-seumsverband Südsteiermark/ Archäologie im Süden, das DiözesanmuseumGraz, das ,, Kindermuseum" Graz, das Lebende Museum Graz sowie dasKunsthaus Leoben Auskunft über ihre überaus reichhaltigen Kinder- undJugendprogramme, die auch großes Interesse bei erwachsenen Museumsbe-sucher/ innen hervorrufen.
Als Resümee des 8. Steirischen und gleichzeitig 1. Internationalen Mu-seumstages in weiß- grün bleibt ein Wort- ,, kompetent“: Die Veranstaltungwar kompetent organisiert, die durchwegs kompetenten Vortragenden refe-rierten informativ, begeisternd und motivierend, und die Tagung verliefreibungslos. Im Gegensatz zu manch anderen ähnlichen Veranstaltungengingen alle Referent/ innen ausnahmslos auf das Tagungsthema ein, wurdenTheorie und Praxis ausgewogen berücksichtigt, konkrete Beispiele gebracht,themenbezogene Fragen gestellt und auch beantwortet insgesamt eineebenso Gewinn bringende wie nachahmenswerte Museumstagung, derenVeranstaltern- dem MuSiS- Team – großes Lob und Anerkennung gebührt.Veronika Plöckinger
ICOM- Tagung
,, Österreichische Museen und die Europäische Union.Neue Chancen/ neue Aufgaben"
8. bis 9. November 1999, Ars Electronica Center Linz( AEC)
Die Notwendigkeit dieser Themenstellung für ein Treffen des ICOM Natio-nalkomitees- übrigens hervorragend von Hadwig Kräutler und GüntherDembski organisiert- und die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit denTechniken zur Bedienung des EU- Kulturapparates wurden von der geringenAnzahl der Teilnehmer nicht gerade unterstrichen. Ein kleiner Kreis vonInteressierten konnte sich jedoch sehr intensiv informieren, da das Inhaltspa-ket durch Vorträge aus dem Verwaltungs-, Durchführungs- und Benutzerbe-reich sehr kompakt und abgerundet gestaltet war.