Library / Self-PublishedÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde24 (1918) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
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24 (1918) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Verein und k. k. Kaiser Karl- Museum für österreichische Volkskunde.

des Präsidiums durch Ihre Majestäten Kaiser Karl und KaiserinZita statt. Es wurden korporativ empfangen: Präsident Graf RudolfTraun, Ehrenpräsidentin Gräfin Nandine Berchtold, Generalsekretärund Museumsdirektor Prof. Dr. M. Haberlandt sowie die VizepräsidentenSektionschef Dr. A. Breycha, Truchseẞ O. v. Hoefft und ProfessorDr. E. Oberhummer.

Präsident Graf R. Traun richtete an Seine Majestät die folgendeAnsprache:

Eure Kaiserliche und Königlich Apostolische Majestät!

In Vertretung des Vereines und des Museums für öster-reichische Volkskunde, über welche Eure Majestät Allergnädigstdas Protektorat zu übernehmen geruhten, treten wir vor dieStufen des Allerhöchsten Thrones, um den ehrfurchtsvollsten undalleruntertänigsten Dank für die allergnädigste Übernahme desProtektorates Euer Majestät zu Füßen zu legen.

Hochbeglückt dankt das Präsidium Eurer Majestät zugleichfür den erneuten Beweis der Allerhöchsten Gnade, indem EureMajestät dem Museum für österreichische Volkskunde die Aller-höchste Auszeichnung zu erweisen geruhten, sich nach demgeheiligten Namen Eurer Majestät künftighin Kaiser Karl-Museum für österreichische Volkskunde nennen zudürfen.

In rastloser Arbeit eines Vierteljahrhundertes ist unsere Ver-einigung und die Museumsleitung bemüht gewesen, ihrer hohenvaterländischen Aufgabe zu dienen, das angestammte Volkstumder verschiedenen österreichischen Völkerstämme mit ebensovielLiebe als unparteilicher Wissenschaftlichkeit zu erforschen undin dem Museum für österreichische Volkskunde ein lehrreichesGesamtbild der Bevölkerung des Vaterlandes aufzubauen.

Doppelt verheißungsvoll wird Eurer Majestät Schutz undSchirm unseren Bestrebungen nun in einem Zeitpunkt zuteil, wounsere langjährige patriotische Arbeit in der Neugestaltung einesumfassenden österreichischen Völkermuseums in dem von derGemeinde Wien eigens dazu überlassenen Heim ihre Bekrönungfinden soll.

Als ein neues Denkmal treuer Heimatliebe und der unlös-lichen Zusammengehörigkeit der österreichischen Völker wirdunser Museum nunmehr zeitgerecht in großem würdigen Rahmenerstehen und das Abbild des einzigartigen ethnographischenReichtums der Monarchie bilden.

Aber in diesem Museum Österreichs wird nicht nur die an-gestammte Eigenart sämtlicher österreichischer Völkerstämmeihre eindrucksvollste Darstellung erhalten: hier findet vor allemder österreichische. Staatsgedanke seine anschauliche wissen,