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Goldstern.
ein zweiter Wohnraum anschließt, während die Küche der Stubegegenüberliegt. 1)
Die zweite Stube(» Stüb l«) im Erdgeschosse ist im Lammer-tale verhältnismäßig selten. Es sind mir nur zwei Fälle von dessenVorkommen in alten Häusern bekannt. Entweder schließt es sichrückwärts an die Küche als Altbauerstübl(" Netzstübl«) an( Fig. 4, 2)oder aber es befindet sich vorn als gewölbtes und zuweilen mitWandmalerei verziertes Stübl; letzteres kommt gewöhnlich in größerenBauernhöfen vor, die als ehemalige Amtshäuser oder herrschaftlicherSitz bekannt sind. Das Stübl aber, das sich in manchen, bereitsumgebauten Häusern heute findet, ist, wie dies die nähere Unter-suchung ergeben hat, aus einer nicht gewölbten Vorrats- oder Rumpel-kammer hervorgegangen, die zum Stübl entsprechend eingerichtetworden war.( Fig. 4, 3.)
Der Pferde stall schließt sich entweder seitlich oder, was häufigervorkommt, rückwärts an den Wohntrakt des Erdgeschosses an, wobeier in letztem Falle entweder die ganze Hausbreite einnimmt oderaber in der Mitte durch ein» Höfl« getrennt ist, in dem Wagen,Holz etc. untergebracht sind. Über dem Stall liegt im Obergeschoßder Futterraum, Heuboden, von dem aus das Heu durch dieüber einzelnen Krippen angebrachten Einwurfslöcher hinabgestoßen wird.Der Grundriß des an den Heuboden sich anschließendenWohntrakts des Obergeschosses ist so ziemlich überallder gleiche: zu beiden Seiten des Flures(» Sojer«, Söller) liegen dieSchlafkammern für die Bauernfamilie und das Gesinde.( Fig. 4,5.) Ingrößeren Höfen finden sich außerdem noch im Dachgeschosse>> Dülln<<ein bis zwei Kammern an der Giebelseite.
Was die Einrichtung der einzelnen Räume betrifft, so seihier nur auf das Wesentliche hingewiesen. Im Vorhaus des Erd-geschosses, dem» Haus«<, das in der Abtenauer Gegend in älterenHäusern häufig in Kreuzgewölbe ausgeführt ist, pflegt man aufHolzrechen die langstieligen Bratpfannen anzubringen; häufig stehthier auch ein von Bänken umgebener Tisch, an dem die Bauern-familie im Sommer ihre Mahlzeiten einzunehmen pflegt. DieserUmstand sowie der Name Haus deutet, wie dies bereits Eigl hervor-gehoben hat, 2) darauf hin, daß dieser Flurraum, der heute fast aus-schließlich der Verbindung mit allen übrigen Erdgeschoßräumendient, einst den Mittelpunkt des häuslichen Lebens bildete. VomVorhaus gelangt man in die Stube, deren Einrichtung im großenund ganzen von der der Pinzgauer Stube keine Verschiedenheiten aufweist.
Der alte Kachelofen ist bereits im Verschwinden begriffen, dader Sparherd, auf dem im Winter gekocht wird, sich immer mehr inder Stube einbürgert. Nur in einigen alten Häusern hat sich noch1) J. Eigl Das Salzburger Gebirgshaus.
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J. Eigl: a. a. Q. S. 2,