Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde24 (1918) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
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24 (1918) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Goldstern.

der Schwierigkeiten, Bausteine auf die Höhe zu schaffen, fast aus-schließlich das reichlich vorhandene Holz zum Hausbau verwendetwird. Holzhäuser werden ja übrigens in höheren Lagen auch ausdem Grunde vorgezogen, weil sie bei dem stürmischen Winter vielwärmer sind als Steinhäuser.

Wenn auch im Laufe der letzten Jahrzehnte mehrere Häuser des Lammertalesdurch den Umbau gewisse Änderungen erfahren haben, so beziehen sich diese hauptsächlichauf die Modernisierung des Daches und Erhöhung, beziehungweise Erweiterung des Ober-geschosses. Der Grundriß aber, insbesondere der des Erdgeschosses, ist, wie dies ein Vergleichmit ganz alten Häusern ergibt, im großen und ganzen unverändert geblieben.

Fig. 3. Gwechenbergerhot( Gemeinde Abtenau).

Mit Rücksicht auf die Flureinteilung des Erdgeschosseslassen sich hier zwei Typen unterscheiden: Häuser mit durchführendemMittelflur( Fig. 4, 2, 3, 6) und solche mit Eckflur.( Fig. 4, 4.) Die Kücheist überall in eigenem Raume untergebracht. In der Gemeinde Abtenaufand sich bloß ein Haus, im oberen Lammertale zwei Häuser, indenen der offene Herd im Flur aufgestellt ist.( Fig. 4, 1.) Ob derartigeFlurküchenhäuser in dieser Gegend früher häufiger waren, darüberkonnte nichts Näheres erfahren werden.

Bezüglich der Lage der einzelnen Erdgeschoßräume ist fernerbemerkenswert, daß die stets nach rückwärts verlegte Küche sich inder Regel an die Stube anschließt und es nur ausnahmsweisevorkommt, daß diese Räume sich auf beide Seiten des Flures ver-teilen.( Fig. 4, 6.) Darin unterscheidet sich wohl das Haus dieserGegend von dem des Pinzgaues, wo sich an die Stube gewöhnlich