Istrianer Beleg für die Satorformel aus dem 17. Jahrhundert.
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ed un Credo per ognuno. Per li cani poi scrivono sopra una scorzadi pane le seguenti parole:
SATOR
A REP OΤΕΝΕΤ
OPERAROTA S
la danno da mangiare al cane, ch'è sospetto d'esser infestato dal canrabbioso; ma alcuni sacerdoti, invece di questo, che stimano assaisuperstizioso, scrivono le parole del profeta Davidde: Homines etiumenta salvabis Domine quemadmodum multiplicastisuper nos misericordiam tuam¹).<<
( Gegen den Biß eines tollen Hundes bezeichnen sie die Stirnemit dem Schlüssel des heiligen Bellinus, indem dabei ein jeder, vordem Bezeichnen, drei Vater unser, drei Gegrüßet seist duMaria und das Glaubensbekenntnis hersagt. Für die Hunde aberschreiben sie auf einer Brotrinde folgende Worte: SATOR AREPOTENET OPERA ROTAS und geben sie dem Hunde ein.Statt dieser Worte, die einige Geistliche für recht abergläubisch halten,schreiben dieselben die Worte des Propheten David: Homines et iumentasalvabis Domine quemadmodum multiplicasti super nos misericor-diam tuam.)
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Tommasini, ein gebürtiger Paduaner, wurde im Jahre 1641 zumBischof von Cittanova in Istrien ernannt und bezog seinen Sitz 1642.Er starb 1655.2). In dem aus dem Jahre 1647 stammenden Katalogseiner Werke werden die Commentari als schon in Angriffgenommen bezeichnet³). Der Beleg ist somit genau datierbar.
Die Verwendung der Satorformel gegen den Biß toller Hundebei Mensch und Vieh ist, wie Seligmann in der auf Seite 205 desXXI. bis XXII. Bandes dieser Zeitschrift von R. Trebitsch besprochenenAbhandlung nachweist, ungemein verbreitet 4). Auch die Art undWeise, wie das Mittel eingegeben wird, bietet nichts Neues. Wichtigist, daß die Worte als abergläubisch bezeichnet werden 5); vielleichtwurden sie eben deshalb, infolge des Einflusses der Geistlichen, nurbeim Vieh, nicht aber beim Menschen verwendet. Ob der Brauch bei1) Psalm. XXX, 7 bis 8.
2) F. Babudri: Ruolo cronologico dei vescovi di Cittanova d'Istria( Archeo-grafo Triestino, III. Folge, VI. Bd.), S. 119f.
3) Archeografo Triestino, 1837, IV, p. XII.
4) Als bewährtes Mittel galt vor Jahren in Istrien auch abgeschabtes Eisen vomRiegel der Skt. Dionys- Kapelle zu Momorano( Caprin, Marine Istriane, 1889, S. 372),was zum Teil auf die zauberbrechende Kraft des Eisens zurückgeht. Aus manchen TeilenItaliens wallfahren die von wütenden Hunden Gebissenen zum Grabe des heiligen Donninus,dessen treuer Begleiter ein Hund gewesen war( Lares, I, 141).
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5) Gegen die Anhängzettel selbst wenn sie Worte der Heiligen Schrift enthieltenhatten übrigens schon der heilige Augustinus und Thomas von Aquin geschrieben( Summa 2[ 2], qu. 96, art. 4), was aber nicht hinderte, daß selbst Geistliche diesemAebrglauben fronten.