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blühenden Volkskunst aller österreichischen Völkerstämme. Indem esihren seit Jahrhunderten bestehenden innigen kulturellen Zusammenhangsinnfällig erweist, dient es in hervorragender Art als Stütze desösterreichischen Staatsgedankens. Der fortschaffenden Arbeitder weitesten Kreise wird es noch mehr als bisher Vorbilder und reicheAnregung im Sinne heimatlicher Kunst und Arbeit geben, dieHausindustrien befruchten und so auch eine wichtige volkswirtschaft-liche Bedeutung gewinnen. Es wird die Anhänglichkeit jedes Öster-reichers an sein besonderes Volkstum wie das gemeinsame Vaterland,die Liebe zur Heimat und zur Vätersitte vertiefen und stärken und soein mächtiger Helfer der Heimatschutzbewegung sein.
In der ehren- und huldvollsten Weise haben Seiner Majestät derKaiser und Ihre Majestät die Kaiserin die hervorragende Bedeutungdes Kaiser Karl- Museums anerkannt. Beim Empfang der Deputation desPräsidiums und der Museumsdirektion hat Seine Majestät der Kaiser geruht,sich hierüber nachfolgend zu äußern:
» Ich habe das Protektorat über den Verein undüber das Museum für österreichische Volkskundegern übernommen und freue Mich, Meinen Namen miteinem Institut von so hervorragend vaterländischerund wissenschaftlicher Bedeutung verbunden zuwissen. Mit dem Zeitpunkte, in welchem dem Verein die Möglich-keit geboten wird, seine größzügigen patriotischen Bestrebungen ineinem eigens hiezu geschaffenen Heime ungehemmt zu entfalten, beginntein neuer Abschnitt in der Entwicklungsgeschichte des Museums.
Der Verein kann mit Genugtuung auf die Ergebnisse seinervieljährigen unermüdlichen Forscherarbeit blicken und aus dieserehrenvollen Vergangenheit die Zuversicht schöpfen, daß es ihm auchfernerhin vergönnt sein werde, seine Tätigkeit von den schönstenErfolgen begleitet zu sehen. Möge das Museum eine Quelle richtigerErkenntnis der heimatlichen Verhältnisse, ein Wahrzeichen der un-erschütterlichen Zusammengehörigkeit aller Völker Österreichs werden!Ich werde Ihre schönen Bestrebungen stets freudigfördern und dankbar anerkennen.<<
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Die Kosten der Übersiedlung und Neuaufrichtungeiner so riesigen Sammlung in einem eigenen ausgedehnten Ge-bäude mit zirka 50 Sälen und sonstigen Räumen namentlich bei dengegenwärtig schwierigen Verhältnissen, in welchen alle Preise und Lohn-sätze auf das Mehrfache gesteigert sind belaufen sich auf rundK 100.000, wovon für Übersiedlungskosten K 10.000, für die baulichenAdaptierungen im Schönborn- Palais K 50.000, für die neue Einrichtungdes Museums mit Schränken, Vitrinen und sonstigen AufstellungsbehelfenK 20.000, für den Jahresmietzins K 10.000, für Beheizung, Beleuchtung,Bewachung, Dienerschaft zirka K 10.000 pro 1917 unbedingt veranschlagt