Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde22 (1916) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
22 (1916) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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134 Mitteilungen aus dem Verein und dem k. k. Museum für österr. Volkskunde.

des Museumskustos und Schriftführer- Stellvertreters Dr. Artur Haber-landt die gesamte Arbeitsleistung in Museum und Verein allein durchden Museumsdirektor zu besorgen gewesen. Immerhin ist trotz dieserUngunst der Verhältnisse der Museumsbetrieb ununterbrochen aufrechtgeblieben, worüber der nachfolgende Bericht des Museumsdirektors Aus-kunft gibt, und hat auch die» Zeitschrift für österreichische Volkskunde<<keine Stockung erfahren. Nur mußte das Erscheinen des XXI. Bandesderselben auf die beiden Jahre 1915 und 1916 in der Weise angeordnetwerden, daß je drei Hefte desselben pro Jahr zur Ausgabe gelangen.Es sind wertvolle und umfangreiche Arbeiten zur heimischen Volks-kunde darin teils schon zur Veröffentlichung gelangt, teils nochbevorstehend. Von der Ausgabe eines weiteren Ergänzungsbandeswurde in diesem Jahre abgesehen, umsomehr als der XI. umfangreicheErgänzungsband:» Volksschauspiele aus Obersteiermark«( gesammeltvon J. R. Bünker) ja erst im Jahre 1915 zur Ausgabe gelangt ist.Der Absatz dieser wertvollen Veröffentlichung, namentlich auch inden wissenschaftlichen Kreisen Deutschlands, wird sich hoffentlichnach Wiederkehr normaler Verhältnisse recht befriedigend gestalten.Mit Genugtuung können wir feststellen, daß der reiche Inhalt unsererZeitschrift und ihrer Ergänzungshefte in den volkskundlichen Kreisendes In- und Auslandes immer wachsendes Interesse findet, was diezahlreichen Nachbestellungen der früheren Jahrgänge durch die volks-kundlichen Museen und Vereine in Stockholm, Christiania, Nürnberg,Breslau, Dresden, Brixen, Böhm.- Leipa, das k. k. Gewerbeförderungsamtund die Wörterbuch- Kommission der k. Akademie der Wissenschaftenin Wien dartun.

Die Mittel zur Erhaltung und weiteren Ausgestaltung unseresMuseums sowie zur Bestreitung unserer publizistischen Tätigkeit sindim Kriegsjahr 1915 naturgemäß wesentlich eingeschränkt gewesen.Dem k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht sind wir für dieunverkürzte Gewährung der bisher bezogenen Subventionen zu ehr-erbietigstem Dank verpflichtet. Ebenso haben die Gemeinde Wien, dieniederösterreichische Handels- und Gewerbekammer und diek. k. niederösterr. Statthalterei die regelmäßige Jahresunter-stützung auch pro 1915( bez. 1914) in dankenswertester Weise gewährt.Leider sind aber Subventionen, auf die wir mit Zuversicht hätten zählendürfen, ausgeblieben: so die bisher aus den Krediten für Heimatschutzbezogene Subvention des k. k. Ministeriums für öffentliche Arbeiten( K 1000) und diejenige des niederösterreichischen Landtages( K 200).Wir hoffen auf das bestimmteste, nach Kriegsende wieder in denGenuß dieser mit gutem Recht angesprochenen Beträge zu gelangen.Mit lebhafter Dankbarkeit haben wir der fortgesetzt großmütigenUnterstützung unseres Instituts durch den Stifter des Museums Aus-schußrat Dr. Rudolf Trebitsch zu gedenken, der in diesem Jahredem Museum wiederum nicht nur den namhaften Betrag von K 2000