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Moser.
infolge eines Schnittes mit dem hölzernen Rasiermesser vom Sesselsinkt. Darüber entsteht ein Streit zwischen dem Herrn und demRasierer, und dieser erklärt, den alten Mann nicht weiter rasieren zuwollen. Auf längeres Zureden setzt er das Rasieren des Alten, derindes sich wieder erholt hat, doch fort. Er verwundet ihn aberneuerdings und so ernstlich, daß der Alte tot umfällt. Der Herr ver-weigert jede Entlohnung, der Rasierer besteht auf der vereinbartenBezahlung, da ihn keine Schuld treffe. Indessen hat sich der Altedavongeschlichen. Als die Streitenden dies gewahr werden, laufensie ebenfalls zur Tür hinaus./
Das Hobergoas- Reiten und-Beschlagen. Aus einerhochgehaltenen, mit der Spitze nach vorne gerichteten Haue wirdmittels eines daraufgestülpten Topfes und darübergewickelter Tücherein Tierkopf gebildet, den ein Bursche in gebückter Stellung vor sichher trägt. Ein zweiter Bursche hängt sich ihm in gebückter Haltunghinten an. Über beide wird ein Leintuch gebreitet, aus dessen Zipfelzwei Ohren für den Tierkopf gebildet werden; so entsteht die aben-teuerliche Figur der Hobergoas, des Schreckgespenstes der Berg-bewohner. Derselben wird noch ein Zaum angelegt und eine Personin Fuhrmannsmaske führt sie. Auf ihren Rücken setzt sich eine schön
geputzte weibliche Maske. So zieht die Hobergoas in die Stube,drängt sich an alle Tische, stellt sich ungebärdig und kann vom Führerkaum gebändigt werden. Nachdem man sie so eine Weile herum-geführt hat, fragt der Führer, ob kein Schmied da sei, er wolle dieGoas beschlagen lassen. Ein solcher, der der Gruppe gefolgt ist,stellt sich mit seinem Werkzeug vor. Natürlich wird zuerst um dieEntlohnung gefeilscht, und nachdem eine Vereinbarungzustandegekommen, schreitet der Schmied an die Arbeit. Auf eine Bank wirdeine Person gelegt mit dem Gesichte nach abwärts, das ist der Blasbalg.Das Treten des Blasbalges wird in der Weise nachgeahmt, daß dasHinterteil des Liegenden auf- und abgezogen und zugleich mit demFuße getreten wird. Zwei andere heben einen Fuß der Goas auf undhalten ihn mit großer Mühe fest, damit der Schmied beschlagen kann.Die ganze Prozedur wird möglichst naturgetreu nachgeahmt, undnachdem sie beendet und der Schmied entlohnt ist, verläßt der Zugden Schauplatz.
Daß bei so übermütig lustiger Stimmung die Sangeslust desliederfrohen Gebirgsvolkes zum Ausdruck kommt, ist eigentlichselbstverständlich. Nicht selten tun es die Alten den Jungen nochzuvor. So begann der alte Scheibenbauer den Reigen mit den Vier-zeilern:
Wonn d' altn Baurn tonzn,
Do wern guate Johr,
Wird der Hoban( Hafer) schen zodart( voll)
Und d' Menscha( Mädchen) schen schwar.