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Dachler.
dort irgendwie ins Freie strömt. In der äußeren Stubenwand sindzwei Reihen Fenster übereinander angebracht, unten meist drei,oberhalb zwischen diesen noch eines oder zwei kleinere. Die Besitzernennt man spottweise» Fünffensterbauern«<. ¹) Sie sind auch imnordwestlichen und südlichen Niederösterreich, bei den Heanzen inSüdwestungarn, sehr häufig in Steiermark, besonders um Vorau, vor-handen, so daß man auf einstige allgemeine Verbreitung schließenkann. Die erwähnten Häuser sind oder waren alle aus Holz inBlockwerksbau hergestellt. Interessant ist die Anwendung dieserFensteranordnung in Mauerwänden im Innviertel zu Ranshofen beiBraunau. Außer den gewöhnlichen, noch mittelgroßen Fenstern istoberhalb rechts ein kleines Fenster, treffend» Sterngucker« genannt,bestimmt zum Rauchauslassen, der doch hier nicht in großem Umfangeauftreten kann, da eine geschlossene Heizung besteht. Derlei obereFenster stammen daher aus einer einstmaligen Rauchstube oderwurden gedankenlos aus einem früheren Holzbau mit Rauchstubeherübergenommen. Wir können deshalb annehmen, daß diese Be-heizungsform in Oberösterreich fast allgemein war, wie man sieht,im Gebirge noch vor kurzer Zeit, in offenen reicheren Gegendenvielleicht noch im 18. Jahrhundert. Das Epos Helmbrecht spricht nundagegen, das Fünffensterhaus und der» Sterngucker« dafür. Wer nichtsBesseres kannte, wußte sich mit der Rauchstube ganz gut abzufinden.Der das Haus durchziehende Rauch wärmt es im Winter vollständig,er bewahrt das Dach vor Fäulnis, das durchräucherte Futter schütztdas Vieh vor Seuchen. Der Glanzruß am oberen Teil der Wände warzwar unangenehm, da man dorthin weder Gerät noch Kleider hängendurfte, man bewahrte diese Sachen eben an anderen Orten. DieHelmbrechtsche Heizung war wahrscheinlich nur eine seltene Aus-nahme. Fr. Keinz, der sich mit dem Werke eingehend befaßt hat,will in dem Verfasser Wernher dem Gärtner einen Pater des. 1125gestifteten Klosters Ranshofen bei Braunau a. I. sehen, welches seineuntertänigen Bauern durch herumgesandte Mönche in Landwirtschaftunterrichten ließ, die davon manches Neue auch in Hausbrauch undKochen annahmen. Diese Einwirkungen haben sich aber doch nur aufeinige Untergebene des Klosters erstreckt und sind unter den ursprüng-lichen Zuständen der Umgebung wieder untergegangen.
Der nächste Fortschritt bezweckte die Wegschaffung desRauches aus der Stube, die damit beim Fünffensterhaus dasganze Jahr im oberen Teil gefüllt war. Man trennte also das Kochgeschäft
1) Nach Herrn Baumeister Franz Lösch in Schörfling und Herrn GemeindesekretärHaßleder in Neufelden.
2) Bünker, Tafel Steiermark Nr. 8 des Österreichischen Bauernhauswerkes bringteine Giebelansicht des Köhlerhauses in Kemelberg bei Köflach. Weiteres darüber vomVerfasser im Textbuch dieses Werkes S. 120.
3) Nach Herrn Hugo v. Preen, Osternberg bei Braunau.