28 Mitteilungen aus dem Verein und dem k. k. Museum für österr. Volkskunde.
es möglich, noch weitere in der Adria- Ausstellung 1913 ausgestellt gewesene höchst inter-essante Trachten und sonstige Ethnographica aus Albanien zu erwerben. Mit besonderenDauk möchte ich auch die in ihrer Vollständigkeit und Reichhaltigkeit der Typen einzigdastehende baskische Sammlung( zirka 400 Nummern umfassend) hervorheben, die, durchHerrn Dr. R. Trebitsch in rastloser Bemühung an Ort und Stelle in Frankreich undSpanien zusammengebracht, als munifizente Widmung des Sammlers in den Museumsbesitzgelangte. Fräulein stud. Eug. Goldstern hat gelegentlich ihrer volkskundlichen Studienin Savoyen weitere Belegstücke aus diesem noch wenig bekannten Gebiete gesammelt unddadurch ihre vorigjährige Sammlung im Museumsbesitz wesentlich vervollständigt. KustosDr. A. Haberlandt hat im Egerlande reiche Erwerbungen gemacht, wodurch nunmehrunsere Egerländer Sammlung bereits einen sehr befriedigenden Umfang gewonnen hat,Aus Mähren erfuhren insbesondere die Keramik sowie die Sammlung der Stickereienmannigfaltige Bereicherung durch eine Reihe ausgewählter Stücke, aber auch die volks-tümliche Holzplastik dieses Gebietes( namentlich die prächtig figural verzierten Bienenstöckedes 18. Jahrhundertes) konnte durch eine beträchtliche Anzahl charakteristischer undkostbarer Stücke repräsentiert werden. Aus Schlesien haben wir dank dem freundlichenEntgegenkommen des Herrn Bibliothekars Dr. J. Stockinger als Leihgabe eine zirka100 Stück zählende Sammlung prächtiger Frauenhauben, von Kostümstücken, Hausrat,Werkzeugen und dergleichen erhalten; überdies wurde durch freundliche Vermittlung desHerrn Direktors Dr. Edm. Braun eine sehr hübsche figurenreiche schlesische Weihnachts-krippe mit allem baulichen Zubehör angekauft. Die Kachelsammlung erfuhr durch Ankäufesowie durch eine munifizente Schenkung des Herrn Direktors Alfred Ritter v. Walchereine überaus erwünschte und ausgiebige Vermehrung. Von bedeutendem Interesse istauch die Erwerbung einer großen Zahl hübscher Aquarellskizzen dalmatinischer Trachten( 60 Nummern) von der Hand des bekannten Kostummalers Gerasch. Erwähnung verdientferner eine Kollektion frülidatierter, zumeist aus dem 16. Jahrhundert stammender größererVorratstopfe, mit Schnurornamentik verziert, so wie mehrerer Fratzenkrüge, die ausWindisch- Bühel bei Marburg stammen. Gelegentlich einer Studienreise nach Krakauerwarb ich eine Anzahl bemerkenswerter bäuerlicher Trachten- und Schmuckstücke ausder Umgebung von Krakau. Außer durch Ankäufe erfuhren unsere Sammlungen aberauch durch reiche und vielseitige Geschenke einen höchst willkommenen Zuwachs,der im Jahre 1914 die große baskische Sammlung des Herrn Dr. R. Trebitsch ein-gerechnet- nicht weniger als 538 Nummern betrug. Ich danke den zahlreichen freund-lichen Geschenkgebern, deren Namen im einzelnen in der„ Zeitschrift für österreichischeVolkskunde, Band XX, ausgewiesen sind, auch an dieser Stelle für ihre so willkommeneUnterstützung auf das wärmste.
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Bei der vielseitigen Vervollständigung unserer Sammlungsbestände hatte ich miclder eifrigen Unterstützung seitens der Herren Direktor Alfred Ritter v. Walcher,Direktor Alois Menghin in Meran, Dr. Karl v. Radinger in Innsbruck, Kurt Freiherrv. Wieser in Mondsee, Konrad Mautner, Frau Baronin v. Rubido- Zichy inAbbazia, Fräulein Magda Wankel, V. Jurčik in Prag und anderer mehr zu erfreuen,wofür denselben der verbindlichste und wärmste Dank gesagt sei. Den eifrigsten Anteilan dem sachgemäßen Ausbau der Sammlung hat wie in den Vorjahren stets KustosDr. A. Haberlandt genommen, dem ich für seinen stets bewährten Eifer herzlichstDank sage, Die Volontärin des Museums Fräulein stud. Marianne. Schmid hat unsbei den Vorbereitungsarbeiten für die Übersiedlung wie bei der Neuordnung der umfang-reichen Photographien- und Bildersammlung emsigste Beihilfe geliehen und wärmstenDank verdient. Die Besorgung der Bibliotheksarbeiten oblag wie in den Vorjahren inbewährter Weise Herrn Fachlehrer J. Thirring.
Die nach dem Vorstehenden sehr beträchtliche Vermehrung der ethnographischenSammlung im Jahre 1914 betrug nach den Detailausweisen in der„ Zeitschrift für öster-reichische Volkskunde", Seite 75, 156 und 187, 1634 Nummern, wovon für 259 Nummernallerdings erst im Jahre 1915 die Bezahlung erfolgen wird. Die Gesamtzahl der Sammlungs-objekte erreichte hiemit die Ziffer von eigenen 34.673 Objekten. Verausgabt wurde für die