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Mitteilungen aus dem Verein und dem k. k. Museum für österr. Volkskunde.
In die Vereinsleitung wurden ferner als stellvertretender Schrift-führer Privatdozent Dr. A. Haberlandt, als Geschäftsführerstell-vertreter Prof. Dr. K. Ritter v. Spieß berufen.
Mit tiefempfundenem Leidwesen hat es uns aber erfüllt, daßinzwischen in diese Reihe der Tod bereits zwei schmerzvolle Lückengerissen hat; Hofrat Friedrich Diehl und Herr Dr. v. Sauter habenden Heldentod auf dem Schlachtfelde erlitten. Wir werden ihr An-denken als eifrige Mitarbeiter an unserem Werke und als helden-mütige Mitkämpfer für Ehre und Bestand des Reiches stets in höchsten
Ehren halten.
Leider haben wir hier noch weiterer schmerzlichster Verlustezu gedenken. Unser hochverehrtes Ehrenmitglied Hofrat Dr. MaxHöfler in Tölz, der Nestor der deutschen Volkskunde, die er aufvielen Gebieten auf das erfolgreichste gefördert hat, ferner einerunserer bewährtesten heimischen Haus- und Volksforscher LehrerJ. R. Bunker in Ödenburg und der eifrige Förderer der deutsch-böhmischen Volkskunde Dr. Ed. Langer sind uns durch einen allzu-frühen Tod genommen worden. Der wissenschaftliche Verlust, denwir in diesen Männern erleiden, ist bereits in unserer Zeitschriftgewürdigt worden; hier bleibt uns nur die Pflicht, dieser Toten inTreue und Dankbarkeit zu gedenken.
Zahlreiche unserer Mitarbeiter sind der gewohnten und eifriggeförderten Arbeit an unserem gemeinsamen Werk durch die vater-ländische Pflicht, die sie in die Reihen unserer tapferen Mitstreiteram Kriege gerufen hat, einstweilen entzogen. Aus der Vereinsleitungdienen im Heere: Herr Direktor Alfred Ritter v. Walcher, ProfessorDr. Karl Ritter v. Spieß, Universitätsdozent und Kustos unseresMuseums Dr. Artur Haberlandt und Dr. Rudolf Trebitsch.Wir wünschen ihnen allen aus tiefstem Herzen Glück und Heil aufallen ihren Wegen. Mögen sie bald unversehrt und mit Ehren gekröntzu ihrer friedlichen wissenschaftlichen Arbeit zurückkehren! Dasgleiche wünschen wir auf das innigste unseren zahlreichen Mitgliedern,die zum Kriegsdienst berufen worden sind, sowie wir unserer Mit-glieder aus Galizien und der Bukowina, die infolge der Kriegsereig-nisse geflüchtet sind, mit dem wärmsten Wunsche gedenken, siemögen recht bald wieder die Heimat in voller Sicherheit begrüßendürfen.
Über die Tätigkeit unseres Museums, dem auch indiesem Jahre besondere wichtige Erfolge neben seiner umfassendenregelmäßigen Wirksamkeit beschieden waren, gibt der nachfolgendeBericht der Museumsdirektion erfreuliche Auskunft. Es seien hierdaraus nur die prinzipielle Sicherung der Museums-zukunft durch die Überlassung des Schönborn- Palais an unserMuseum im Jahre 1916 und im Anschluß hieran die umfassendenVorarbeiten für die Übersiedlung, weiters die umfang-