Almenwirtschaft und Hirtenleben in der Mährischen Walachei.
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Gegenden die Rückensiedlung( Hrozenkau), in anderen die Hang-siedlung( Ober- und Unter- Bečwa).
Eine merkwürdige Übergangsform zwischen Paseken und Salašenbilden die nur im Sommer bewirtschafteten hochgelegenen Pasekenreicher Talbauern, die vollständig eingerichtet und ausgebaut sind wieeine normale Paseke, jedoch im Winter von den Bewohnern verlassenwerden, die die Wirtschaft sperren und mit dem Vieh und dem wert-volleren Hausrat ins Tal hinabziehen.
In den Paseken wohnt eine viel ärmere Bevölkerung als in denTaldörfern: sie mußte sich ja auch mit einem in pedologischer undklimatischer Hinsicht viel ungünstigeren Gebiet begnügen und ist janur infolge der Übervölkerung aus den Tälern hinausgedrängt worden.Je höher die Paseken liegen, desto ärmer ist im allgemeinen die Be-völkerung, desto kleiner die Hütte, desto schlechter der Ackerboden:die Paseke schrumpft schließlich zur Hofersiedlung ein, die meist aufdem Grunde eines reicheren Bauern sich findet.
6. Die Hofer. Die Hofer( Aftermieter, die man auch als Inleutebezeichnen könnte) sind also gedungene Arbeiter, welche in einer durchden Eigentümer des Grundes erbauten Hütte wohnen, einen Teil derÄcker ihres Herrn bebauen und meist auch dessen Vieh Sommer überhüten. Das sind also Ackerbauer und Hirten in einer Person, welche inschwer zugänglichen Gebieten auf den schon von den Talsiedlungenentfernten Berghängen auf fremdem Grund ungefähr in derselbenWeise arbeiten, wie die Paseker auf eigenem. Die Hütten dieserarmen Bevölkerung sind ungeheuer bescheiden; ihre Größe beträgtselten mehr als 5 bis 6 m im Quadrat und das Innere besteht meistnur aus einem 3 bis 4 m² großen Flur und einer einzigen 12 bis 16 m²großen Kammer, die gleichzeitig als Küche, Schlaf- und Wohnraumdient.
Die Familie eines Hofers teilt sich in die Arbeit gewöhnlich inder Weise, daß der Vater Ackerbauer, die Kinder Hirten sind unddie Mutter sich der Wirtschaft, dem Melken und der Käsebereitungwidmen muß. Milch und Käse müssen im Sommer täglich denGrundbesitzern zugestellt werden. Diese charakteristische Arbeits-teilung, eine gewisse Intensität der Wirtschaft und die Kombinationdes Ackerbaues mit der Viehzucht bringt es mit sich, daß die wirt-schaftliche Exploitation sogar entfernter und ungünstiger Gebiete sichnoch rentiert; denn die Bewirtschaftung solcher orographisch undklimatisch benachteiligter Flächen, die überdies meist einige Stundenvom Dorf entfernt sind, mußte ohne Vermittlung dieser Pächter an-gesichts der teuren Arbeitslöhne unbedingt zur extensiven Wirtschaftführen, bei der sich der Ackerbau nicht lohnen konnte.
7. Genetische Verwandtschaft der Paseken, Hoferund Almen. Hinsichtlich der geographischen Verteilung gibt eskeine grundsätzlichen Unterschiede zwischen Paseken und Hofer. Der