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Sawicki.
Siedlungsformen und in den Wirtschaftsformen aus: hier dichtgedrängtestädtische Siedlungen und stark zentralisierte Dörfer mit intensivemAckerbau, Handwerk und Industrie, dort verstreute Einzelsiedlungen( Paseken) mit einer extensiven Landwirtschaft und vor allem Wald-und Viehwirtschaft. Der Bevölkerungszuwachs geht nicht immer Handin Hand mit dem Wachsen der Lebensmöglichkeiten, welche diekulturelle Entwicklung bietet; daher weisen diese Karpatentäler einestarke Auswanderung auf, die sich hauptsächlich in die reiche Hannáund andere Niederungen Mährens, aber auch nach Amerika richtet.Eine starke Umprägung der wirtschaftlichen Werte hat der Ausbaueines, wenn auch noch nicht dichten Eisenbahnnetzes in der MährischenWalachei mit sich gebracht.
Auch die Straßenzüge sind noch nicht allzu dicht. Zwar führendurch alle größeren Täler der Walachei ausgezezeichnete Straßen,aber die Gebirge werden nur an wenigen Stellen von denselbenübersetzt. Solche Gebirgsstraßen sind: die Straße über den Pindulapaẞnach Frankstadt, von Hutisko über den Soláň nach Karlowitz, vonWsetín über Lipthal( Liptál) nach Wisowitz, von dieser über dieDúbrava nach Loučka. Hingegen ist das Netz von kleineren Wegen,Feldwegen und Waldstraßen, ein sehr dichtes und gestattet eine schonausgiebige Exploitierung nicht nur der Ackerfluren, sondern auch derWälder.
Diese beiden Wirtschaftszweige sind auch heute die wichtigstenErwerbsquellen der Bevölkerung, denn an Bergbauprodukten ist dasLand recht arm: allerdings hat man im Sandstein an manchen StellenPetroleumspuren gefunden, auch bei Bohuslawitz( Bohuslavice) Probe-bohrungen gemacht; jüngst wurde bei Krasno nach Kohle gebohrt;aber wirklich ausgenützt konnte bisher nur der quarzhältige Sandsteinwerden, der teilweise zur Schleifsteinerzeugung in den Glasfabrikendient( Charlottenhütte bei Hrosenkau[ Hrozenkov]). Die sonstigenindustriellen Anlagen, die hier wenig zahlreich vorkommen, gründensich auf den Holzreichtum der Gegend( wie die Fabriken gebogenerMöbel von Thonet und Kohn), auf die große Zahl arbeitsbedürftigerMenschen, eventuell auch auf Eigenkonsum der Walachei.
Heute gehört fast die ganze Bevölkerung der Mährischen Walacheizur tschechischen Nationalität und die tschechische Sprache ist auchdie herrschende geworden. Die deutsch- tschechische Sprachgrenzeweicht unserer Gegend im Norden wie im Süden aus. Es ist einesder wenigen Gebiete, wo das tschechische Volk, das sonst nur in denZentren der Becken wohnt, in einem peripherischen Randgebiete, ineinem Waldgebirge herrschend geworden ist, entgegen den sonst inBöhmen, Mähren und Schlesien beobachteten Verhältnissen. Dies erklärtsich zweifellos dadurch, daß die Tschechen an den Slowaken Ober-ungarns gleichsam eine schützende Hinterwand hatten; denn diekulturell wenig entwickelten, sprachlich so nahe verwandten Slowaken