Unsere Bastler und Holzschnitzer.
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begab er sich nach Wien, wo er den pädagogischen Kurs zu hörenbeabsichtigte. Er benützte hier die Gelegenheit, sich Seiner Eminenzdem Fürsten Friedrich von Schwarzenberg, gegenwärtigen allver-ehrten Erzbischof zu Prag, vorzustellen, der ihn von Krumau ausnoch aus jenen Tagen kannte, wo Pták für ihn Schmetterlinge ge-sammelt und ihm so manche Zeichnung geliefert hatte. Der Erz-bischof nahm ihn liebreich auf, erwies ihm viel Gutes und empfahlihn als Zeichner an einen gewissen Herrn Herger. In dieser Stellebeschäftigte sich Pták bloß mit Insektenzeichnen nach der Naturdurch ungefähr zwei Jahre. Als die meisten Arbeiten vollendet waren,geriet er in neue Sorgen wegen seiner Zukunft. Damals fühlte erzum erstenmal, wie weh es tue, von Begeisterung für die Kunstdurchglüht und dabei mittellos zu sein... Im Jahre 1835 saẞ Ptákwieder unversorgt zu Krumau. Er beschäftigte sich zum Zeitver-treib damit, Blumen und Obst nach der Natur in Wachs zu bossieren.Endlich erlangte er einen Posten in der Leibgarde des Fürsten JohannAdolf Schwarzenberg; nachdem er sich hier anläßlich eines Einbruchesdurch Tapferkeit ausgezeichnet hatte, wurde er Schwemmaufseherbei der Blanitzer Holzschwemme in Husinetz. Als Mangel an Wasserund Beschäftigung war, schnitt Pták einen Wacholderstock ab undverkürzte sich die Zeit damit, daß er mit seinem Federmesser Kari-katuren von Tierköpfen und allerlei Einfälle in ihn hineinschnitzte.Ohne weiter auf den Stock Wert zu legen, schenkte er ihn demKammerdiener des Fürsten. Der Fürst ging einst durch das Vor-zimmer, sah den Stock auf dem Tische liegen und fragte, woher erkomme. Der Kammerdiener erklärte, daß er ihn vom Gardisten Ptákerhalten, der ihn geschnitzt habe. Der Fürst hatte Freude darüber,legte ein bedeutendes Honorar nieder und behielt den Stock für sich.Pták war über die Auszeichnung und das Geld erfreut und schnitzteeinen neuen Stock für den Kammerdiener. Nach einigen Wochenwurde er zum Fürsten nach Frauenberg vorgeladen. Hier wurdeihm ein Stiegengeländer aus Wien vorgelegt und der Fürst fragteihn, ob er sich getraue, eine ähnliche Schnitzarbeit herzustellen. Ptákfertigte das Geländer mit Hilfe eines Freundes und schlechter Werk-zeuge. Die Arbeit wurde besser befunden als selbst das WienerModell.
Der Fürst, erfreut, einen Untertan zu haben, welcher dergleichenArbeiten selbst leisten könnte, enthob Pták seines Gardedienstes undübergab ihm die Leitung der Werkstätte zur Einrichtung des Frauen-berger Schlosses. Pták erhielt 47 Gehilfen, Tischler, Zimmerleute,Weber, Taglöhner, und überzeugte sich, daß es unter den Dürftigeneine Menge Talente gebe, die nur deshalb verkommen, weil sie nichtgeweckt werden. Um wenigstens die erforderlichen Werkzeuge undKunstgriffe der Bildhauer kennen zu lernen, ging Pták auf sechsWochen nach Wien. Hier verbrachte er die Tagesstunden in der