Beiträge zur Kenntnis des Tiroler Bauernhauses.
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Fleimstale bis Predazzo und Cavalese Mischformen, als deren häufigsteVertreter Zusammenbauungen nach Art der Einheitshäuser mitHintereinanderschaltung erscheinen. Auch hier liegen Wohnhäuserund Stadel mit gemeinsamer Stirn, beziehungsweise Rückwand hinter-einander, jedoch ist in den seltensten Fällen Dachgleichheit hergestellt,wohl aus dem einfachen Grunde, weil diese Konstruktion zufolgeder Länge des Firstes ganz überflüssige Schwierigkeiten bietenwürde; die meisten dieser Häuser werden nicht mehr von einzelnenFamilien, sondern schon von mehreren Parteien bewohnt, wodurchauch die Stadel eine bedeutende Vergrößerung, beziehungsweise
Fig. 7. Stadel in St. Ulrich in Gröden.
Verlängerung erfahren.( Fig. 12.) Der Wohntrakt ist stets gemauert,oft stark städtisch beeinflußt und dann in komplizierter Art angelegt,im rohen Blockbau der Stadel, der Giebelkonstruktion, der Legschindel-bedachung hat sich aber die deutsche Bauweise bis auf den heutigenTag durchgesetzt. Die eben angeführte Kombination ist eine durch-gängige und für ein Großteil der Häuser des Fleimstales bis Cavalesecharakteristisch. Ihr ziemlich hohes Alter wird durch die rohe Block-konstruktion des Wirtschaftstrakts gewährleistet. In den geschlossenenOrtschaften sind die Häuser zumeist zwei- bis dreistöckig und mitden entsprechend großen Stadeln zu ganzen langen Zeilen zusammen-gebaut, was den Gassen ein oft sehr malerisches Gepräge verleiht.Hie und da hat italienischer Einfluß doch auch auf die aus Holzkonstruierten Teile der Häuser übergegriffen: so liegt der Gedankenahe, in den halb abgewalmten Legschindeldächern an Häusern