46. Jg./2011
Volkskunde in Österreich
Folge 10
WIEN. Jesuskindlein komm zu mir!- Krippen und Kindln aus Altösterreich zeigtdie Ausstellung im Dommuseum, Stephansplatz 6, 1010 Wien, bis 4.2.2012. DieZentren der Krippenbaukunst in Altösterreich entstanden meist in der Umgebung vonNiederlassungen der Jesuiten, die auf diese Weise versuchten, den Gläubigen dieGeburt Christi anschaulich zu machen. Die Krippen fanden Eingang in Pfarrkirchen,höfische, adelige, bürgerliche und schließlich auch in die bäuerlichen Stuben- be-sonders, nachdem Kaiser Joseph II. das Aufstellen von Krippen in Kirchen verbotenhatte. Die gezeigten Krippen und Kindln sind Leihgaben der Sammlung Kaplan. Dasälteste Exponat ist eine barocke Wachsfigur aus dem 17. Jahrhundert. Die Ausstel-lung wird am 17.11.2011 von Dir.i.R. Hon- Prof. HR Dr. Franz Grieshofer eröffnet.Informationen: www.dommuseum.at, dommuseum@edw.or.at, Tel+43 1 51552.3300, Di 10-20, Mi- Sa 10-18 Uhr, Führungen jeden Samstag um 14 und 16 UhrWIEN. Krippen aus der Steiermark in der Peterskirche.- Bis 18.12.2011 sind in derKrypta von St. Peter, Petersplatz, 1010 Wien, Krippen und eine Krippenbauschau zusehen. Veranstaltet wird die Ausstellung vom Verein von Krippenfreunden Wien-NÖ. Anfänge und Blütezeit der Volkskrippen in der Steiermark liegen in der Mittedes 17. Jahrhunderts. Zu sehen ist ein Querschnitt des Schaffens der Krippenfreundeaus der Steiermark. Neben heimatlichen und orientalischen Glossar ::: zum Glossareintrag orientalischen Krippendarstellungen istSchnitzkunst ausgestellt sowie die in der Steiermark besonders beliebte Maisstroh-Krippe. Die Krippenausstellung in der Peterskirche findet seit 1958 statt, und ist damitfester Bestandteil der Adventszeit in Wien. Informationen: www.peterskirche.at, pe-terskirche@utanet.at, Tel+43 1 5336433, tägl. 10-18.30 Uhr
BERLIN/ D. Kulturkontakte- Leben in Europa.- Ab 9.12.2011 zeigt das nach zweiJahren Umbauzeit wieder eröffnete Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8,14195 Berlin- Dahlem, in seiner neuen Dauerausstellung auf 700m² erstmals einenQuerschnitt aus seinen vielfältigen Sammlungen. Mit dem thematischen Ansatz greiftes Diskussionen über gesellschaftliche Bewegungen und Abgrenzungen auf. Das imweitesten Sinne mobile Verhalten von Menschen in und nach Europa bewirkt auf dereinen Seite kulturelle Begegnungen und Vermischungen, die zur Entwicklung globa-ler Kulturen führen können. Auf der anderen Seite wirft es Fragen nach Zugehörig-keiten und Identitäten von Individuen und Gruppen auf. Sie können sich bei allerGlobalisierung ,, verloren“ fühlen und besinnen sich deshalb auf das ihnen Vertraute:auf ihre Heimat, den Ort- die Region, oder ihr Land. Spielen die kulturellen Gemein-samkeiten Europas dabei eine Rolle? Die Dauerausstellung stellt Beispiele vor- mitzum Teil außergewöhnlichen Objekten, etwa einer Prachtgondel aus Venedig, diestellvertretend für wichtige Themen wie Handel, Reisen, Bildmedien, Migration,
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