Heft 
46 (2011) 1-10
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46. Jg./2011

Volkskunde in Österreich

Folge 8

stand, partizipativer Demokratie und Geschlechtergerechtigkeit assoziiert werden,gebührt ein Platz im kollektiven Gedächtnis der Republik. Fotos, Plakate, Transparen-te, Filmdokumente, Abzeichen und Zeitungsberichte dokumentieren die bewegteGeschichte des Frauentags in Österreich. Birgit Johler, Österreichisches Museum fürVolkskunde, kuratierte die Ausstellung- in- der- Ausstellung mit dem Titel ModellVorarlberg. Dieser thematisiert die spezifische Situation der Frauen in Vorarlberg, dieseit Anfang der 1990er Jahre auch durch empirische Studien im Auftrag der Vorarl-berger Landesregierung belegt ist. Dem hält die Ausstellung Bemühungen der ab den1980er Jahren agierenden autonomen Frauen Vorarlbergs bzw. von parteipolitischinstitutionalisierten Frauen um die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern undum eine Bewusstmachung bzw. Hinterfragung existenter Rollenbilder in Vorarlberggegenüber. Diese Ausstellung beruht auf einer Kooperation mit dem Johanna DohnalArchiv und Kreisky Archiv, dem Österreichischen Museum für Volkskunde und demBregenzerwaldarchiv. Informationen: www.frauenmuseum.at, kontakt@ frauenmuseum.at, Tel+43 5513 6209.30, Do 15-20, Fr 14-17, Sa, So 10-12 und 14-17 UhrWIEN. Wald/ Baum/ Mensch.- Bis 28. Mai 2012 beschäftigt sich die Ausstellungim Völkerkundemuseum Wien, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien, ausgehend vonden eigenen Sammlungsbeständen mit den vielfältigen und kulturell bedingten Um-gangsformen der Menschen mit dem Thema Wald und Baum. Spezifische The-menfelder und Schlüsselexponate vermitteln den kulturanthropologischen Ansatz, derdas Verhältnis zwischen Mensch, Wald und Baum untersucht. Informationen: www.ethno-museum.ac.at, info@ethno-museum.ac.at,+43 1 525240, Mi- Mo 10-18 UhrGUNDELSHEIM AM NECKAR/ D. Wohnkultur und bemalte Wohneinrichtungim ländlichen Siebenbürgen. Das Siebenbürgische Museum, Schloss Horneck,74831 Gundelsheim am Neckar, widmet der siebenbürgischen Wohnkultur einenneuen Themenraum in seiner Dauerausstellung. Die ländliche Gute Stube war seitdem ausgehenden 17. Jahrhundert mit bemaltem Mobiliar bestückt. Nicht nur dieBemalung auch die Anordnung der Möbelstücke im Raum folgte bestimmten Regeln.Der Schaucharakter dieser Prunkstücke gipfelte im Schaubett, das mit hochaufge-türmten Zierkissen hausfraulichen Fleiß und weibliche Kunstfertigkeit zeigte und reindekorative Funktion hatte. Informationen: www.siebenbuergisches-museum.de, info@ siebenbuergisches-museum.de, Tel+49 6269 90621, Di- So 11-17 Uhr

TAGUNGEN, VERANSTALTUNGEN

GRAZ. Superstition. Dingwelten des Irrationalen.- Diese internationale Tagungfindet von 16. bis 19. November 2011, im Volkskundemuseum Graz, Paulustorgasse11-13a, 8010 Graz, als Abschluss des Projektes forMuse Forschung an Museen, statt.80