Heft 
46 (2011) 1-10
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46. Jg./2011

Volkskunde in Österreich

Folge 4

um Erlösung aus einer Notlage- an Wallfahrtsorten opfert. Dem Betrachter erschlie-Ben sich aus diesen Bildern grundlegende kultur-, kostüm- und wirtschaftsgeschicht-liche Zusammenhänge. Die Exponate aus der umfangreichen Sammlung des Salz-burg Museums zeigen neben Bildern auch Votivgaben aus Wachs, Eisen oder Holz.Informationen: www.salzburgmuseum.at, office@salzburgmuseum.at, Tel+43 662620808.500, 1. April bis 31 Oktober: tägl. 10-17.30 Uhr

WIEN. Der Dombau zu St. Stephan.- Bis 21. August 2011 zeigt das Wien MuseumKarlsplatz, 1040 Wien, Architekturzeichnungen von St. Stephan aus dem Spätmittel-alter. Von keinem gotischen Dombau in Europa hat eine derart große Zahl von Plan-rissen auf Pergament und Papier die Jahrhunderte überlebt. Der Bestand umfasst 294Planrisse, von denen die Akademie der bildenden Künste Wien 285 und das WienMuseum weitere 9 Stück besitzt. Diese detaillierten Pläne, nach denen die Dombau-meister und Steinmetze arbeiteten, finden sich seit 2005 auf der UNESCO- Liste desWeltdokumentenerbes. Zu sehen ist unter anderem ein fünf Meter hoher Aufriss desnie vollendeten Nordturms aus der Sammlung des Wien Museums. Informationen:www.wienmuseum.at, office@wienmuseum.at, Tel+43 1 5058747, Di- So 10-18 UhrWIEN. Marcel Breuer.- Dem Erfinder der Stahlrohrmöbel widmet das Hofmobi-liendepot, Andreasgasse 7, 1070 Wien, eine Ausstellung bis 3. Juli 2011. Der Möbel-designer und Architekt( 1902-1981), einer der prominentesten Vertreter des, Bauhau-ses", gehörte zu den einfallsreichsten Gestaltern des 20. Jahrhunderts. Nach seinerEmigration 1939 wirkte er zunächst als Professor an der Harvard University in denUSA, bevor er eine zweite Karriere als Architekt startete. Seine der Moderne ver-pflichteten Bauten, vor allem Einfamilienhäuser, Universitäts- und Bürogebäude so-wie Kirchen und Museen, galten in den 50er und 60er Jahren weltweit als Vorbilder.Die vom Vitra Design Museum erarbeitete Retrospektive würdigt erstmals sowohlden Designer als auch den Architekten Marcel Breuer und ist damit die erste Ausstel-lung, die beide Schaffensbereiche Marcel Breuers angemessen dokumentiert. Infor-mationen: www.hofmobiliendepot.at, info@hofmobiliendepot.at, Tel+43 1 524 3357WIEN. Mantel der Träume.- Bis 2. Mai 2011 zeigt das Österreichische Theatermu-seum, Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien, wie ungarische Schriftsteller Wien zwischen1873 und 1936 erlebten. Die Ausstellung ist Teil der Reihe, Schriftsteller mit Ge-päck", die das Literaturmuseum Petőfi in Budapest 2004 mit der Absicht startete,einen Einblick in die Geschichte jener Beziehungen zu gewähren, die die ungarischeliterarische Kultur mit den großen geistigen Zentren Europas unterhielt. Dem Projektgeht es um Kontaktaufnahmen, Wirkungszusammenhänge und um das Erleben derHeimat und der Fremde, um Zusammenspiel und Dissonanz von Lektüre-, Reise- undLebenserfahrungen. Dass Wien einen Meilenstein in dieser Reihe bilden muss, liegt

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