VOLKSKUNDE IN ÖSTERREICH
NACHRICHTENBLATT DES VEREINS FÜR VOLKSKUNDE IN WIEN
Jahrgang 46
EINLADUNG
Wien, Februar 2011
Folge 2
zu dem am Donnerstag, den 3. Februar 2011, um 18 Uhr, im ÖsterreichischenMuseum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien, stattfindenden
Vortrag
Koloman und Leopold
Der Heilige und das Heilige
als Herausforderung für Wissenschaft und Gesellschaftvon ao.Univ.- Prof. Mag. Dr. Meta Niederkorn
Was verbindet den hl. Koloman und den im 15. Jhdt. kanonisierten MarkgrafenLeopold III.? Koloman kam 1012, so berichtet es uns eine zeitnahe Quelle, beiStockerau ums Leben, weil man ihn für einen Spion hielt- so die Legende. DerHeilige kam zu einer Zeit im„, Grenzraum" um, als das Heilige Römische Reichseine Herrschaft im Nordosten und im Osten durch Kampf und vor allem Ver-träge sicherte. Dennoch, der Fremde war befremdend, er wurde als Gefahr gese-hen. Unter Markgraf Leopold III. erlangte das Geschlecht der Babenbergerdurch kluge dynastische Verbindungen ein bedeutende Stellung, die es zu den,, Fürsten des Reiches" gehören ließ. Außerdem wurde durch sein kluges politi-sches Handeln das seiner Herrschaft unterstellte Gebiet, die Markgrafschaft Ös-terreich, zu einem befriedeten und deshalb in Kunst und Kultur blühenden Land.Es stellt sich also abermals die Frage, was diese beiden Heiligen wirklich ver-bindet. Beide waren für die landesfürstlichen Familien, für die Babenberger undden ihnen in der Herrschaft- nach dem Zwischenspiel König Ottokars – nach-folgenden Habsburger, Träger von Identität. Noch wichtiger für ihre identitäts-stiftende Funktion ist die Verehrung, die sie durch die Menschen in diesem Landerfuhren.
zu der am Donnerstag, den 10. Februar 2011, um 18 Uhr, im ÖsterreichischenMuseum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien, stattfindenden
Buchpräsentation
Alle heiligen Zeiten- Lieder und Texte im Jahreskreis
von Dr. Helga Maria Wolf, Prof. Walter Deutsch, Norbert Hauer
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