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43 (2008) 1-10
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43. Jg./2008

2.

3.

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Volkskunde in Österreich

Folge 10

zu dem am Donnerstag, den 4. Dezember 2008, um 18 Uhr, im ÖsterreichischenMuseum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien, stattfindenden Vor-trag

Augenschmaus und Tafelfreuden

Aus der Geschichte des gedeckten Tisches

von Dr. Ingrid Haslinger

Der gedeckte Tisch ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen Entwicklung. Dierelativ hochstehende Tafelkultur bei den alten Römern, die auf die Beispiele ihrerLehrmeister- Griechen und Etrusker- zurückgriffen, verschwand in den Stürmender Völkerwanderung. Doch in den vielen Klöstern Europas erhielten sich gesit-tete Tischmanieren. Einen Fixpunkt im klösterlichen Leben stellte das gemein-same Mahl dar. Die Essensvorschriften in den Klöstern unterschieden die Tafelder Mönche von den häufig ausufernden Mahlzeiten des Fürsten und seines Ge-folges. Viele Bestandteile der Tafel in europäischen Ländern haben eine relativkurze Geschichte. So hat sich der Gebrauch der Gabel als Speisegerät in der ade-ligen Gesellschaft erst vor rund 250 Jahren durchgesetzt. Nur Messer und Löffelsind alte, lange gebräuchliche Tafelgeräte. Im 18. Jahrhundert entstanden einheit-liche Speiseservice, gegen Ende dieses Jahrhunderts entwickelten sich Besteck-Garnituren in der Anzahl 12, 36, 48 etc.( nach der Zahl der Apostel) und Trink-service, die in der Glasgröße den Alkoholgehalt des Getränks berücksichtigten.Erst im 19. Jahrhundert wurde es einer breiteren Bevölkerungsschicht möglich,die Tafelsitten der Reichen zu imitieren.

zu dem am Donnerstag, den 11. Dezember 2008, um 18 Uhr, im Österreichi-schen Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien, stattfindendenVortrag

Måch ma dem Kindl a Tanzl aufMusik und Lieder bei der Weihnachtskrippevon Rudolf Pietsch

In den Weihnachtskrippen finden sich zahlreiche Bezüge zur Musik. Es sindnicht nur die Hirten, die mit ihren Instrumenten dem Neugeborenen musikalischeGeschenke darbringen, sondern es tummeln sich auch eine Menge Musikantenim Gefolge der Könige. Sind es im einen Fall Alphörner, Dudelsäcke und Pfei-fen, so handelt es sich im andern Fall um Hörner, Fagotte, Schalmeien, Trompe-ten, Pauken und Trommeln, wie sie bei festlichen Aufzügen und Tischgesell-schaften zum Einsatz kommen. Ein Vergleich mit originalen Stücken zeigt, dassdas in den Weihnachtskrippen wiedergegebene Instrumentarium weitgehend dem