Heft 
42 (2007) 1-10
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42. Jg./2007

Volkskunde in Österreich

Folge 3

3. zu der am Donnerstag, den 29. März 2007, um 18.00 Uhr, im ÖsterreichischenMuseum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien, in Kooperation mitdem Böhlau- Verlag stattfindenden Buchpräsentation

Die Allegorie der Austria

Die Entstehung des Gesamtstaatsgedankens in der österreichisch-ungarischen Monarchie und die bildende Kunstvon Selma Krasa- Florian

Durch die Verknüpfung und Zusammenschau von Ereignissen auf der politi-schen Bühne und ihre Zuordnung zu Werken der bildenden Künste wird ein Ge-samtbild der Epoche der österreichisch- ungarischen Monarchie deutlich. Von derAuffassung des Staates als Familienbesitz der Habsburger, dem Haus Österreich,führt der Weg über Kaiser Franz II.( I.), der sich als Vater des Vaterlandes sieht,zum Revolutionsjahr 1848. Ab diesem Zeitpunkt etabliert sich der Begriff desvon der Dynastie unabhängigen Staates. Dem aufkommenden, das 19. Jahrhun-dert beherrschenden Nationalismus versuchte man im habsburgischen Vielvöl-kerstaat mit dem Diktum, dass Nation kein ethnischer, sondern ein politischerBegriff sei, entgegenzutreten. Im beginnenden 20. Jahrhundert propagierte mandie Ideen von einem, Großösterreich und von Mitteleuropa. Die Allegorie derAustria spiegelt diese Vorstellungen in sehr eindrucksvoller Weise wider. AlsSymbol der Dynastie trägt sie zumeist die rudolphinische Hauskrone, als bürger-lich- staatliches Symbol die Mauerkrone. Sie ist somit ein Spiegelbild der öster-reichischen Staatsidee und auch ihres Scheiterns.

HINWEISE

KITTSEE/ BGLD. Vom Ei zum Osterei. Am Sonntag, den 25. März 2007, werdenin der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr im Schloss Kittsee alte Verzierungstechniken anOstereiern demonstriert. Ethnographisches Museum Schloss Kittsee, Dr. L. Batthyá-niplatz 1, 2421 Kittsee, Tel+43( 0) 2143/2304, office@schloss-kittsee.at, www. schloss-kittsee.at

WIEN. Vermittlungsprogramm im Österreichischen Museum für Volkskunde.Für Jugendliche im Alter von 15-19 Jahren ist das Programm Symbole der Machtund des Systems. Zum Umgang mit Denkmälern im öffentlichen Raum konzipiert.Jede Generation hat ihre Symbole. Logos auf Markenkleidung oder Graffiti an denWänden sind bedeutungsgeladen. Im 19. Jh war es die Figur der Austria, vor eini-gen Jahren sorgte das Judendenkmal von Alfred Hrdlicka für heftige Diskussionen.Von 5. März bis 27. April 2007, kann alternativ ein Rundgang mit Gesprächsschwer-

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