Heft 
41 (2006) 1-10
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41. Jg./2006

Volkskunde in Österreich

Folge 1Er verließ diese Stadt nicht mehr, versuchte ihr aber auf eine für Exilanten typischeArt und Weise zu entkommen: Zusammen mit seiner Frau baute er ein Netzwerk vonEmigranten auf, das eine mitteleuropäische Heimat simulierte. So- Fr von 10.00-18.00Uhr, Do von 10.00-20.00 Uhr, www.jmw.at, info@jmw.at. Im Rahmen der Ausstel-lung findet am 22. Jänner um 19.00 Uhr ein Liederabend, Hollywood Diaspora mitWerken von Toch, Korngold, Zeisl u.a. statt.

WIEN. Ballnächte. Fotografien von Jakob Tuggener. Im Wien Museum Hermes-villa, Lainzer Tiergarten, 1130 Wien, glitzert und funkelt es. Luxuriös gekleideteDamen rauschen in wallender Abendrobe vorbei, Paare drehen sich elegant zurTanzmusik. Taxierende Blicke, verstohlene Gesten, erotisches Knistern. Doch nichtnur Glanz und Glamour bestimmen die Ballnächte: Zerbrochene Gläser und geleerteChampagnerflaschen zeugen von Ernüchterung und Langweile, von Melancholie undder Katerstimmung gegen Morgen. Der bedeutende Schweizer Fotograf Jakob Tug-gener( 1904-1988) ist Jahrzehnte lang regelmäßig in das Nachtleben der bürgerlichenÜberschicht eingedrungen, um mit seiner Leica sämtliche Facetten rauschender No-belbälle von den Höhepunkten bis zu den Abgründen zu erkunden. Dabei ent-standen subjektive, expressionistische Momentaufnahmen, die von Intimität gekenn-zeichnet sind, ohne voyeuristisch zu sein. Bis 12. März 2006, Di- So 9.00-16.30 Uhr,1. Jänner 2006 geschlossen.

WIEN. Aus Burg und Oper. Die Häuser am Ring von ihrer Eröffnung bis 1955.Das Österreichische Theatermuseum, Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien zeigt bis 5. März2006 die Geschichte des Burgtheaters und der Staatsoper bis zur Wiedereröffnung1955. Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages im Mai 1955 erhielt Österreichwieder seine Freiheit als eigenständiger Staat. Nur wenige Monate später wurden denÖsterreichern zwei nationale Heiligtümer in neuem Glanz übergeben. Das Burgthea-ter und die Staatsoper erlebten ihre Wiedereröffnung nach der Zerstörung 1945 undnach langen Jahren des Wiederaufbaus. Das Österreichische Theatermuseum doku-mentiert in seiner Ausstellung Höhepunkte der künstlerischen Geschichte beider,, Häuser am Ring". Der zeitliche Bogen spannt sich dabei von deren Eröffnung in denJahren 1869( Hofoper) bzw. 1888( Hofburgtheater) bis zum Neubeginn 1955. Aufdiese Weise entsteht ein Streifzug durch die österreichische Theater- und Musikthea-tergeschichte, der zugleich auch einen eindrucksvollen Überblick über viele derschönsten Objekte des Österreichischen Theatermuseums bietet. Diese Institution istdurch lange Jahre hindurch gewachsen; ihre Sammlungen wurden aber nicht syste-matisch angelegt, woraus sich die Schwerpunktsetzung der ausschließlich aus eigenenBeständen bestückten Ausstellung erklärt. Di- So, 10.00-18.00 Uhr, Tel+43( 0) 1/51288 00-610, info@theatermuseum.at, 1. Jänner 2006 geschlossen

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