Heft 
39 (2004) 1-10
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39. Jg./2004

Volkskunde in Österreich

Folge 1gangenheit eingeholt zu werden. Erinnern schließt immer auch Vergessen" mitein. Ein Mensch stirbt erst dann, wenn sich niemand mehr an ihn erinnert. Das-selbe gilt für die ausgelöschte, unwiederbringlich verlorene jüdische Gemeindevon Kittsee. ,, Die Erinnerung ist eine unvergleichliche Macht des Widerstandesgegen das Nichts."( Hans Blumenberg)

3. zu dem am Donnerstag, dem 29. Jänner 2004, um 18.00 Uhr, im Ethnographi-schen Museum Schloß Kittsee, 2421 Kittsee, stattfindenden Vortrag

Ausheimisch?

Jüdische Kultur im Burgenland zwischen Integration und Ausgrenzungvon Dr. Peter Hörz, Reutlingen/ D

Schneller und mit größerer Härte als in anderen Regionen der» Ostmark<<wurden die Juden aus dem Burgenland vertrieben. Mit außergewöhnlichemEifer beeilten sich die willigen Helfer des NS- Systems, das Burgenland>> ju-denrein<< zu machen. An den von den Vertriebenen zurück gelassenen>> brauchbaren<< Sachgütern hielten sich jene schadlos, in deren Mitte die Ju-den zuvor gelebt hatten-» friedlich und symbiotisch«< wie es später heißensollte. Was hingegen» unbrauchbar« war- Kultgegenstände und Schriften-fiel den Wutausbrüchen nichtjüdischer Burgenländer zum Opfer. Warumdieser Eifer, weshalb diese Eile bei der Judenvertreibung, in einer Gegend,die wie keine andere österreichische Region von religiöser und ethni-scher Vielfalt geprägt war und heute gern als multikulturelles Musterlandbezeichnet wird?

HINWEISE

WIEN. Verein für Volkskunde- Mitgliedsbeitrag 2004.- Die Kosten für den Mit-gliedsbeitrag und das Abonnement der Zeitschrift für Volkskunde bleiben für das Jahr2004 auf der Höhe des Vorjahres. Der Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2004 beträgt25,00; für Studenten bis zum 27. Lebensjahr 7,30. Zeitschriftenabonnement für Mit-glieder 23,30+ Versandspesen Inland: 6,45. Die bisher für das Ausland berechne-ten Versandspesen von 10,17 decken die Versandkosten leider nicht mehr und müs-sen auf 12,- angehoben werden. Die nicht in Österreich ansässigen Mitglieder bittenwir wiederum, den vollen auf dem Erlagschein ausgewiesenen Beitrag einzuzahlen,das heißt, die Bankspesen gehen zu Ihren Lasten.

Die Erlagscheine werden in der zweiten Jännerhälfte versendet und wir bitten, diesemöglichst bald einzuzahlen. Für alle im vergangenen Jahr eingegangenen Spendendürfen wir uns höflichst bedanken, und ersuchen Sie auch heuer wieder, die Arbeit

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