35. Jg./2000
Volkskunde in Österreich
Folge 7
den Wahrzeichen der Stadt, in vielleicht ungewöhnlicher Optik, finden auch dieRandzonen entsprechende Beachtung. Die Ausstellung„ Wiener Bilder" beinhaltetausschließlich Photoarbeiten, die bei aller topographischen Treue das„ Kunstwollen"ihrer Schöpfer dokumentieren. Mo- Fr 13- 19 Uhr, Sa 10- 16 Uhr, feiertags geschl.WIEN. Mobiliendepot.- Das Museum Kaiserliches Hofmobiliendepot Wien, Maria-hilferstraße 88, Eingang Andreasgasse 7, 1070 Wien, Tel+431/4700819, zeigt vom7. September bis 19. November die Ausstellung„, inventARISIERT. Enteignung vonMöbeln aus jüdischem Besitz“. Der historische Ausgangspunkt dieser Ausstellung istdie zunächst gesetzlich ungeregelte, später jedoch vom Staat betriebene Enteignungjüdischen Vermögens in der NS- Zeit. Diese betraf nicht nur spektakuläre Kunstwerkesondern auch sämtliche alltägliche Gegenstände jüdischer Haushalte wie Geschirr,Wäsche, Möbeln. Die Ausstellung thematisiert die„ Arisierung" der Haushalte vonacht Wiener jüdischen Familien und den Umgang der staatlichen Institutionen mitdiesen Gegenständen bis in die jüngste Zeit. Zur Eröffnung erscheint ein umfang-reicher Katalog. http://www.iff.ac.at/inventarisiert
TAGUNGEN, VERANSTALTUNGEN
SCHALLABURG/ NO. Spielefest.- Zum vierten Mal findet heuer am 23. und24. September 2000 auf Schloß Schallaburg ein großes„ Spielefest“, diesmal unterdem Motto ,, Ritterspiele- spiele Ritter" statt. Die ganze Burg steht an diesen zweiTagen im Zeichen des Festes. Das Angebot ist vielfältig: Ritterkämpfe mit Pferden,mittelalterliche Handwerkskünste, Gaukler, Falknerei, Bogen schießen, Feuershow;Kinder können Theater spielen, Waffenrock, Schwert und Schild bemalen und sichdamit bekleiden, basteln, Gipsfiguren gießen, töpfern und anderes mehr. An beidenTagen führt Prof. Dr. Erwin MAYR Erwachsene und Kinder durch die Ausstellung,, Spielzeug- die Welt im Kleinen für Jung und Alt" Sammlung Dr. Mayr. Zu dieserDauerausstellung auf der Schallaburg ist auch ein gleichnamiger Katalog erschienen,43 Seiten, zahlr. Farbabb, S 70,-, der auch gleichzeitig eine kleine Geschichte desSpielzeugs darstellt. Überdies wurde von Mag. Karin Bünger mittels EDV ein aus ca2000 Nummern bestehender Katalog der Literatursammlung von Dr.Mayr zumThema Spielzeug erstellt, der wissenschaftliche Literatur, Bilderbücher, Knaben- undMädchenbücher, Märchen- und Sagenbücher, Schulbücher, Abenteuerbücher, Schall-platten, Tonbänder und Videos, sowie Sammelbilder, Postkarten, Kinder- und Ju-gendzeitschriften enthält. Ein ausgedrucktes Exemplar davon befindet sich in der Bib-liothek des Österreichischen Museums für Volkskunde. Interessenten können sichaber auch an die Geschäftsleitung der Schallaburg, Tel 02754/6317, oder an Prof. Dr.Mayr persönlich, Tel 01/405 04 31 oder 02233/55225, wenden.
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