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31 (1996) 1-10
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31. Jg./1996

Volkskunde in Österreich

Tagesordnung

Folge 3

1. Jahresbericht des Vereins und des Österreichischen Museums für Volkskunde2. Kassenbericht

3. Entlastung der Vereinsorgane

4. Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages

5. Bestätigung von Korrespondierenden Mitgliedern

6. Allfälliges

Anschließend an die Generalversammlung findet um ca. 18.00 Uhr ein öffentli-cher Vortrag statt.

,, Bilder und Zeichen der Frömmigkeit"

Von Dr. Nina GOCKERELL, München

Im Oktober 1995 wurde unter dem Titel ,, Bilder und Zeichen der Frömmigkeit"im Herzogschloß Straubing das 14. Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmu-seums München mit den Hauptwerken der Sammlung von Prof. Dr. Rudolf Krisszum Volksglauben Europas eröffnet. Rudolf Kriss( 1903- 1973)- von mütter-licher Seite her Wien sehr verbunden, jedoch in Berchtesgaden zu Hause- hatals Volkskundler und Religionswissenschaftler die weltweit bedeutendste Samm-lung mit Zeugnissen des Volksglaubens zusammengetragen.

In Vorbereitung einer Exkursion des Vereins für Volkskunde im Mai 1996 nachStraubing werden Leben und Werk von Rudolf Kriss gewürdigt und die Samm-lung mit ihren Schwerpunkten vorgestellt. Dem Zeitpunkt im Kirchenjahr ent-sprechend, sollen die Themenbereiche ,, Christusverehrung und Passion"- undhier vor allem die ,, Geheimen Leiden"- detailliert angesprochen werden.( ng)Nach dem Vortrag bittet der Vorstand, wie gewohnt, zu einem kleinen Empfang.Eintritt freiGäste herzlich willkommenHR Hon.Prof. Dr. Klaus BeitlPräsident

OR Dr. Franz GrieshoferGeneralsekretär

3. zu der am Freitag, dem 29. März 1996, um 15.00 Uhr, im EthnographischenMuseum Schloß Kittsee, 2421 Kittsee, stattfindenden Eröffnung der Ausstellung,, Čičmany, ein Dorf in der Slowakei❝

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v

durch Frau Kulturattaché Mag. Stella AVALONE, Österreichische Botschaft in

der Slowakei.

Das norwestslowakische Dorf Čičmany weist mehrere Charakteristika auf: DemBesucher fallen vor allem die Holzhäuser ins Auge, die mit großen geometrischenMustern verziert sind, wie man sie sonst von Stickereien kennt. Die Ornamentean den Handarbeiten machen auch die traditionellen Textilien zu einer Besonder-heit in der Slowakei. Für das gesellschaftliche Leben wichtig sind die Reste einerhier einst üblichen Form der Großfamilie, was sich auch in der inneren Gliederungund Organisation der Häuser widerspiegelt. Die soziale Lage im 19. und zuBeginn des 20. Jahrhunderts bedingte Saisonarbeit und Nebenerwerbstätigkeit.