29.Jg./1994
Volkskunde in Österreich
Folge 3sentation und Vermittlung bis hin zur gegenwärtigen Entwicklung imkunsthandwerklichen Bereich, sowie vor allem den Wandel der zugrundelie-genden Intentionen zu erarbeiten. Nähere Informationen: Museum fürVolkskultur, Schloß Porcia, 9800 Spittal/ Drau, Tel. 04762/2890, Fax 04762/565056. Der 7.Jg./1993 des Jahrbuches für Volkskunde und Museologie desBezirksheimatmuseums Spittal/ Drau zum Thema" Regional- und Lokalmu-seen", 216 Seiten, mit Beiträgen von F.WAIDACHER, G.HANREICH, W.RAINER, H.STEININGER, H.PRASCH, A.KUSTERNIG, G.PICCOTTINI,A.GRIBL, P.RÖSCH, ist zum Preis von ÖS 190.- zu beziehen.
WIEN. Das Museum als Theater des Gedächtnisses.- Die Arbeitsgruppe fürMuseologie veranstaltet vom 15.- 17.April 1994 im Französischen Kulturin-stitut, Ballsaal, Währingerstraße 30, 1090 Wien, eine Tagung zum Thema" Das Museum als Theater des Gedächtnisses. Die französische Revolutionund die Idee des Museums". Vor 200 Jahren etablierte die Französiche Re-volution ein neues, für die Entwicklung des europäischen Museumswesensfolgenreiches Anspruchsniveau: durch das Museum kollektive Erinnerungs-fähigkeit zu stiften, die Humanisierung der Nation voranzutreiben, ihrekulturelle Identität zu visualisieren, Bildung jedermann zugänglich zu haltenund Wissen und Erfahrungen dem gesellschaftlichen Fortschritt zur Verfü-gung zu stellen. Das Museum wird zum Produktionsort von Öffentlichkeit,zum Laboratorium des gesellschaftlichen Diskurses. Die Tagung lädt Fach-leute aus Frankreich, der Schweiz, Deutschland und Österreich, die Eta-blierung dieser neuen Museumsidee in der Revolution darzustellen. Es sollaber nicht nur die Herkunft, sondern auch die Gestaltung der neuen Muse-umsidee und einige ihrer zentralen Aspekte Öffentlichkeit, Bildung, Ge-dächtnis, Identität- in heutigen Projekten und Debatten diskutiert werden.Ihre Teilnahme haben bisher zugesagt: Edouard POMMIER, Paris; Dieter A.BINDER, Graz; André DESVALLÉES, Paris; Elke HARTEN, Berlin; Inge-borg CLEVE, Tübingen; Jörn RÜSEN, Bielefeld; Janos KARASZ, Wien;Roland KAEHR, Neuchatel; Felicitas HEIMANN- JELINEK, Wien; Karl-Josef PAZZINI, Hamburg. Anmeldungen: Arbeitsgruppe Museologie,Schredtgasse 14, 3400 Klosterneuburg.
GÖTTINGEN/ D. International Ethnographic Film Festival 1994 vom 12.-15.Mai 1994.- Im September 1993 hat zum ersten Mal das Göttinger Inter-national Ethnographic Film Festival stattgefungen. 180 Filmemacher/ innenund Filminteressierte aus 16 Ländern trafen sich in Göttingen und disku-tierten 24 neuere Filme aus Ost und West, aus Volks- und Völkerkunde.Der große Erfolg des Festivals und die vielen begeisterten Äußerungen ha-ben das Institut für den Wissenschaftlichen Film bewogen, wenn möglichdas Göttinger International Ethnographic Film Festival ab 1994 alle zweiJahre in der Himmelfahrtswoche im Mai stattfinden zu lassen. Das Film-
17