28.Jg./1993
Volkskunde in Österreich
Folge 63. zu der von der Anthropologischen Gesellschaft in Wien gemeinsam mitdem Verein für Volkskunde in Wien am Samstag, dem 26.Juni 1993veranstalteten
" Frühjahrsexkursion in die Weststeiermark"
Am Vormittag wird das Burgmuseum für Vor- und Frühgeschichte derStadtgemeinde Deutschlandsberg besichtigt. Die reichen Fundbeständesind dem Sammeleifer zweier Amateure, der Brüder Anton und GüntherSTEFFAN zu verdanken, die ihre in Jahrzehnten zusammengetragenen" Schätze" in der Burg Deutschlandsberg der Öffentlichkeit zugänglich ge-macht haben. Eine zweite bedeutende Privatsammlung, und zwar volks-kundlicher Natur, ist das Heimatmuseum von Herrn Karl TRÜCHER inDeutschlandsberg, das am Nachmittag besucht wird. Liebevoll verwahrteMöbel, Arbeitsgeräte, Hausrat u.dgl. werden unter der kundigen Fühungdes Museumsgründers mannigfache Einblicke in das Volksleben derWeststeiermark gewähren. Schließlich gibt es, nach einem kurzen Spa-ziergang durch das norisch- pannonische Hügelgräberfeld in Herbersdorfbei Stainz, einen gemütlichen Ausklang in einer Buschenschank inGundersdorf.
Exkursionsleitung: HR Dr. Friedrich BERG
Abfahrt: 7.30 Uhr s.t. neben dem Universitäts- Hauptgebäude, Wien I.,Dr.Karl Lueger- Ring/ Ecke Rathausplatz( Rückkehr gegen 21 Uhr).Anmeldung: Bei Herrn Dr.Herbert KRITSCHER, Naturhistorisches Mu-seum, Anthropologische Abteilung, Tel. 52177/238. Nach erfolgter An-meldung wird ein Erlagschein zugeschickt, mit dem die Teilnehmer-gebühr von S 250,- pro Person unverzüglich eingezahlt werden muß.Zur Vorbereitung der Exkursion findet am Mittwoch, dem 23.Juni 1993,um 18 Uhr c.t., im Institut für Völkerkunde der Universität Wien, Uni-versitätsstraße 7/ IV, 1010 Wien, der Einführungsvortrag
" Archäologie in der Weststeiermark: Von den Forschungen derAnthropologischen Gesellschaft zu den Rettungsgrabungen desBundesdenkmalamtes"
von Univ.Doz. Dr.Bernhard HEBERT, Bundesdenkmalamt
statt. Die archäologisch überaus reiche Landschaft der Weststeiermark istwissenschaftlich lange Zeit weitgehend unbekannt und unbetreut geblie-ben, obwohl richtungsweisende Anfänge, wie die von der Anthropologi-schen Gesellschaft veröffentlichten Forschungen Radimskys, durchausschon vor mehr als hundert Jahren vorhanden waren. Heute stehen be-deutende Privatsammlungen und überraschende Notbergungsfunde einembedauernswerten Defizit an wissenschaftlicher Erschließung und Aufar-beitung gegenüber. Der Vortrag soll anhand aktueller Tätigkeiten eine
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